Feire Fiz (Hans Zimmermann) : Quellensammlung zum Weltbild der Antike und des Mittelalters : Euripides : Die Bakchen (Die Mänaden)
 
EURIPIDHS : BAKCAI
 
EURIPIDÊS : BAKCHAI
 
         EURIPIDÊS (485-406 v.Chr.) : DIE MÄNADEN (DIE BAKCHEN)
 
 Dionysosmosaik in Korinth, 2.Jhd.n.Chr.
 
fünftes Chorlied * Botenbericht des Dieners von der Zerreißung des Pentheus
sechstes Chorlied, Wechselgesang mit Agaue * Kadmos weckt Agaue aus dem Rausch
Reue des Kadmos nach der Katástrophê * Schlußlied des Dionysos * Schlußlied des Chores
CHO  
ite thoai Lussas kunes it' eis horos, 
thiason enth' echousi Kadmou korai, 
anoistrêsate nin 
epi ton en gunaikomimôi stolai 
lussôdê kataskopon mainadôn. 
matêr prôta nin leuras apo petras 
ê skolopos opsetai 
dokeuonta, mainasin d' apusei: 
Tis hod' oreidromôn 
mastêr Kadmeiôn es oros es oros emol' 
emolen, ô bakchai? tis ara nin eteken? 
ou gar ex haimatos 
gunaikôn ephu, leainas de tinos 
hod' ê Gorgonôn Libussan genos. 
 
itô dika phaneros, itô xiphêphoros 
phoneuousa laimôn diampax 
ton atheon anomon adikon Echionos 
gonon gêgenê. 
  
CHOR: 
Auf, ihr rasenden Hunde der Lyssa, auf in die Berge, 
wo die Töchter des Kadmos im Festreigen schwärmen, 
stachelt sie auf gegen ihn, 
der, verkleidet als Weib, seiner Sinne nicht mächtig, 
die Schar der Mainaden belauert! 
Die Mutter wird zuerst ihn erspähen, wie herab er von 
weithin sichtbarem Felsen, vielleicht einem Baume auch, 
Ausschau hält, und laut wird ihr Ruf die Mainaden erreichen: 
"Was für ein Kundschafter ist das dort, 
ein Thebaner, der über die Höhen pirscht, 
in die Berge, die Berge, ihr Bakchen? Wer hat ihn geboren? 
In seinen Adern fließt ja das Blut 
eines Weibes nicht, nein, einer Löwin wohl 
oder gar einer Gorgo aus Libyens Fluren!" 
 
Dike erscheine, erscheine mit dem Schwert 
und durchstoße ihm die Kehle, 
der wider Gott und Brauch und Recht verstößt, 
dem erdentsproßnen Sohn Echions! 
 
hos adikôi gnômai paranomôi t' orgai 
peri <sa> Bakchi', orgia matros te sas 
maneisai prapidi 
parakopôi te lêmati stelletai, 
tanikaton hôs kratêsôn biai, 
gnôman sôphrona thanatos aprophasi- 
stos es ta theôn ephu: 
broteiôs t' echein alupos bios. 
to sophon ou phthonô: 
chairô thêreuousa: ta d' hetera megala 
phanera t': ô, naei<n> epi ta kala bion, 
êmar es nukta t' eu- 
agount' eusebein, ta d' exô nomima  
dikas ekbalonta timan theous. 
 
itô dika phaneros, itô xiphêphoros 
phoneuousa laimôn diampax 
ton atheon anomon adikon Echionos 
tokon gêgenê. 
  
Sein Plan ist ein Unrecht, sein Eifer ein Frevel, mit dem er sich 
naht deinem heiligen Feste, Bakchos, und dem deiner Mutter, 
sich naht im Banne des Wahnsinns, verblendeten Trotz, 
gewaltsam zu zwingen das Unüberwindliche. 
Tod ohne Gnade erwartet den Menschen, 
der töricht an Göttlichem frevelt, 
den Klugen ein Leben, das Kummer nicht kennt. 
Ich neide dem Weisen die Weisheit nicht; 
ich erstrebe, mit Freuden, ein anderes Ziel, 
das herrlich und klar: Ein Leben in ewigem Glück – 
indem ich bei Tag wie bei Nacht mich ergebe 
den heiligen Pflichten der Frömmigkeit und, voller Abscheu 
für jeden, der Recht und Gesetz übertritt, 
den Göttern die Ehren erweise. 
 
Dike erscheine, erscheine mit dem Schwert 
und durchstoße ihm die Kehle, 
der wider Gott und Brauch und Recht verstößt, 
dem erdentsproßnen Sohn Echions! 
 
phanêthi tauros ê polukranos idein 
drakôn ê puriphlegôn horasthai leôn. 
ith', ô Bakche, thêragreutai bakchan 
gelônti prosôpôi peribale brochon 
thanasimon hup' agelan peson- 
ti tan mainadôn. 
  
Zeig dich als Stier, als Drache mit zahlreichen Köpfen, 
als Löwe, den Flammen umsprühen! 
Auf, Bakchos, schleudre dem Jäger der Bakchen 
mit lächelndem Antlitz das tödliche Netz 
übers Haupt, 
sobald er gerät in den Schwarm der Mainaden! 
 
THERAPÔN <ANGELOS B> 
ô dôm' ho prin pot' eutucheis an' Hellada, 
Sidôniou gerontos, hos to gêgenes 
drakontos espeir' Opheos en gaiai theros, 
hôs se stenazô, doulos ôn men, all' homôs 
[chrêstoisi doulois sumphora ta despotôn]. 
 
CHO  
ti d' estin? ek bakchôn ti mênueis neon? 
 
THE <ANG> 
Pentheus olôlen, pais Echionos patros. 
 
CHO  
ônax Bromie, theos phainêi megas. 
 
THE <ANG> 
pôs phêis? ti tout' elexas? ê 'pi tois emois 
chaireis kakôs prassousi despotais, gunai? 
 
CHO  
euazô xena melesi barbarois: 
ouketi gar desmôn hupo phobôi ptêssô. 
 
THE <ANG> 
Thêbas d' anandrous hôd' ageis . . . 
* 
 
CHO  
ho Dionusos ho Dionusos, ou Thêbai 
kratos echous' emon. 
 
THE <ANG> 
sungnôsta men soi, plên ep' exeirgasmenois 
kakoisi chairein, ô gunaikes, ou kalon. 
 
CHO  
ennepe moi, phrason, tini morôi thnêiskei 
adikos adika t' ekporizôn anêr? 
 
ZWEITER BOTE [DIENER]: 
Einst blühte dir das Glück in Hellas, Haus des Greises 
aus Sidon, der das erdentsprossene Geschlecht 
der Drachenzähne ausgesät und eingeerntet – 
wie sehr beklag ich dich, ein Sklave nur, trotzdem! 
[... gilt guten Sklaven Leid der Herrschaft wie das eigne.] 
 
CHORFÜHRERIN: 
Was gibt es? Bringst du neue Botschaft von den Bakchen? 

BOTE [DIENER]: 
Der Sohn Echions, Pentheus, hat den Tod gefunden! 
 
CHOR: 
Bromios, du, unser Gebieter, offenbarst dich gewaltig als Gott! 

BOTE [DIENER]: 
Wie meint ihr – warum sagt ihr das? Ihr freut euch wohl 
noch über meines Herren Untergang, ihr Frauen? 
 
CHOR: 
Wir jubeln, wir Fremden, ein Lied fremdländischen Klanges: 
Wir brauchen ja nicht vor dem Kerker mehr furchtsam zu zittern! 

BOTE [DIENER]: 
Ihr wähnt wohl, Theben sei so arm an tapfren Männern, 
['daß ungestraft ihr freche Reden führen dürft?'] 
 
CHOR: 
Dionysos nur, Dionysos, Theben nicht, 
hat uns zu gebieten. 

BOTE [DIENER]: 
Man kann euch wohl verstehen, doch es schickt sich nicht, 
ihr Frauen, sich an einem Unglück zu erfreuen. 
 
CHOR: 
Berichte uns, sag uns, wie fand er den Tod, 
der Frevler, der Frevles getan? 
 

 
THE <ANG> 
epei therapnas têsde Thêbaias chthonos 
lipontes exebêmen Asôpou rhoas, 
lepas Kithairôneion eiseballomen 
Pentheus te kagô – despotêi gar heipomên –  
xenos th' hos hêmin pompos ên theôrias. 
prôton men oun poiêron hizomen napos, 
ta t' ek podôn sigêla kai glôssês apo 
izontes, hôs horôimen ouch horômenoi. 
ên d' ankos amphikrêmnon, hudasi diabrochon, 
peukaisi suskiazon, entha mainades 
kathênt' echousai cheiras en terpnois ponois. 
hai men gar autôn thurson ekleloipota 
kissôi komêtên authis exanestephon, 
hai d', eklipousai poikil' hôs pôloi zuga, 
bakcheion anteklazon allêlais melos. 
 
BOTE [DIENER]: 
Als wir die Häuser Thebens hinter uns gelassen 
und überquert den Strom des Asopos, betraten 
den Bergwald des Kithairon wir, Pentheus und ich – 
ich hatte meinem Herrn mich angeschlossen – und 
der Fremdling, der den Weg zur Festesschau uns wies. 
Wir machten halt zunächst in einem Wiesental, 
bedacht auf leisen Schritt und auf gedämpfte Worte; 
denn sehen wollten wir, doch nicht gesehen werden. 
Schroff eingeengt war rings das Tal, von einem Bach 
durchströmt, mit seinen Kiefern schattenreich. Dort saßen 
die Bakchen, regten, froh beschäftigt, ihre Hände. 
Die einen wanden um den Thyrsos, dessen Laub 
herabgefallen, frische Efeublätter; andre, 
gleich Füllen, die vom bunten Joch man löste, sangen 
im Chor sich wechselweise Bakchoslieder zu. 
 
Pentheus d' ho tlêmôn thêlun ouch horôn ochlon 
elexe toiad': Ô xen', hou men hestamen, 
ouk exiknoumai mainadôn ossois nothôn: 
ochthôn d' ep', ambas es elatên hupsauchena, 
idoim' an orthôs mainadôn aischrourgian. 
  
tounteuthen êdê tou xenou <to> thaum' horô: 
labôn gar elatês ouranion akron kladon 
katêgen, êgen, êgen es melan pedon: 
kuklouto d' hôste toxon ê kurtos trochos 
tornôi graphomenos periphoran helkei dromon: 
hôs klôn' oreion ho xenos cheroin agôn 
ekampten es gên, ergmat' ouchi thnêta drôn. 
Penthea d' hidrusas elatinôn ozôn epi, 
orthon methiei dia cherôn blastêm' anô 
atrema, phulassôn mê anachaitiseie nin, 
orthê d' es orthon aither' estêrizeto, 
echousa nôtois despotên ephêmenon: 
ôphthê de mallon ê kateide mainadas. 
 
Der arme Pentheus sah die Schar der Frauen nicht 
und sprach: "Von unsrem Platze, Fremdling, kann ich mit 
dem Blick die angeblichen Bakchen nicht erreichen. 
Von einem Berg, von einem Tannenwipfel, werde 
ich sicher der Mainaden schändlich Tun erspähen." 
 
Da sah ich, wie der fremde Mann ein Wunder tat: 
Er packte einen himmelhohen Tannenwipfel 
und bog, ja, bog ihn auf den düstren Grund hernieder! 
Er krümmte ihn gleich einem Bogen oder Rad, 
des runde Bahn von einem Zirkel aufgezeichnet. 
So bog der Fremdling mit der Hand den Sproß der Berge 
zur Erde – übermenschlich war, was er vollbrachte. 
Dann setzte Pentheus er auf einen Tannenast 
und ließ den Stamm, an seiner Hand, zur Höhe gleiten, 
ganz sacht, besorgt, den Reiter ja nicht abzuschütteln. 
Zum Äther ragte aufrecht wiederum die Tanne 
und hatte auf dem Wipfel meinen Herren sitzen. 
Ihn sahen die Mainaden eher als er sie. 
 
hoson gar oupô dêlos ên thassôn anô, 
kai ton xenon men ouket' eisoran parên, 
ek d' aitheros phônê tis, hôs men eikasai 
Dionusos, aneboêsen: Ô neanides, 
agô ton humas kame tama t' orgia 
gelôn tithemenon: alla timôreisthe nin. 
kai tauth' ham' êgoreue kai pros ouranon 
kai gaian estêrixe phôs semnou puros. 
  
sigêse d' aithêr, siga d' hulimos napê 
phull' eiche, thêrôn d' ouk an êkousas boên. 
hai d' ôsin êchên ou saphôs dedegmenai 
estêsan orthai kai diênenkan koras. 
 
ho d' authis epekeleusen: hôs d' egnôrisan 
saphê keleusmon Bakchiou Kadmou korai, 
êixan peleias ôkutêt' ouch hêssones 
podôn trechousai suntonois dramêmasi, 
mêtêr Agauê sungonoi th' homosporoi 
pasai te bakchai: dia de cheimarrou napês 
agmôn t' epêdôn theou pnoaisin emmaneis. 
  
hôs d' eidon elatêi despotên ephêmenon, 
prôton men autou chermadas krataibolous 
erripton, antipurgon epibasai petran, 
ozoisi t' elatinoisin êkontizeto. 
allai de thursous hiesan di' aitheros 
Pentheôs, stochon dustênon: all' ouk ênuton. 
kreisson gar hupsos tês prothumias echôn 
kathêsth' ho tlêmôn, aporiai lelêmmenos. 
telos de druïnous sunkeraunousai kladous 
rhizas anesparasson asidêrois mochlois. 
epei de mochthôn termat' ouk exênuton, 
elex' Agauê: Phere, peristasai kuklôi 
ptorthou labesthe, mainades, ton ambatên 
thêr' hôs helômen, mêd' apangeilêi theou 
chorous kruphaious. hai de murian chera 
prosethesan elatêi kaxanespasan chthonos: 
hupsou de thassôn hupsothen chamairiphês 
piptei pros oudas muriois oimôgmasin 
Pentheus: kakou gar engus ôn emanthanen. 
  
Denn kaum war er auf seinem hohen Sitz erschienen, 
da ließ der Fremdling sich nicht mehr erblicken, nur 
vom Äther dröhnte eine Stimme, wie ich glaube, 
die Stimme des Dionysos: "Ihr jungen Frauen, 
hier bring ich den, der euch und mich und meine Weihen 
mit Hohn verfolgt! Wohlan, vollzieht an ihm die Strafe!" 
Zugleich mit diesen Worten ließ zum Himmel und 
zur Erde er den Schein des Gottesfeuers flammen. 
 
Der Äther schwieg, still hielt der Wald im Tal die Blätter, 
man hörte keines Tieres Schrei. Die Bakchen hatten 
den Ruf nicht recht verstanden, waren aufgesprungen 
und ließen spähend ihre Blicke ringsum schweifen. 
 
Der Ruf erscholl zum zweiten Male; da erkannten 
die Kadmostöchter deutlich den Befehl des Bakchos 
und stürmten los, wie wilde Tauben, so geschwind, 
und spannten ihre Kräfte an zu schnellem Lauf; 
Agaue, seine Mutter, und die beiden Schwestern 
und alle Bakchen sprangen durch des Tales Wildbach 
und über Klüfte, toll durch ihres Gottes Macht. 
 
Und als den Herrn sie auf der Tanne sitzen sahen, 
da schleuderten, von einem Felsturm gegenüber, 
zuerst nach Kräften große Steine sie nach ihm, 
auch Tannenäste flogen auf ihn zu. Manch eine 
versuchte Pentheus mit dem Thyrsosstab zu treffen – 
ein jammernswertes Schießen. Keine traf das Ziel. 
Zu hoch für ihr Bemühen saß der Unglückliche, 
dem doch kein Rettungsweg sich zeigte. Schließlich rissen, 
wild wie der Blitz, sie Eichenäste los und suchten 
des Baumes Wurzeln damit, statt mit Eisenhebeln, 
herauszuwuchten. Doch erfolglos blieb ihr Mühen. 
Da rief Agaue: "Auf, umringt den Stamm und packt ihn, 
Mainaden! Fangen müssen wir das Wild, das ihn 
erklettert, soll es nichts verraten von des Gottes 
geheimen Tänzen!" Und mit tausend Händen griff 
man nach dem Tannenstamm und riß ihn aus dem Grund. 
So hoch auch Pentheus saß, er stürzte jäh herab 
zur Erde, unter ungezähltem Ach und Weh; 
er wußte jetzt, der Untergang stand ihm bevor. 
 
prôtê de mêtêr êrxen hierea phonou 
kai prospitnei nin: ho de mitran komês apo 
erripsen, hôs nin gnôrisasa mê ktanoi 
tlêmôn Agauê, kai legei, parêidos 
psauôn: Egô toi, mêter, eimi, pais sethen 
Pentheus, hon etekes en domois Echionos: 
oiktire d' ô mêter me, mêde tais emais 
hamartiaisi paida son kataktanêis. 
  
hê d' aphron exieisa kai diastrophous 
koras helissous', ou phronous' ha chrê phronein, 
ek Bakchiou kateichet', oud' epeithe nin. 
labousa d' ôlenês aristeran chera, 
pleuraisin antibasa tou dusdaimonos 
apesparaxen ômon, ouch hupo sthenous, 
all' ho theos eumareian epedidou cheroin: 
Inô de tapi thater' exeirgazeto, 
rhêgnusa sarkas, Autonoê t' ochlos te pas 
epeiche bakchôn: ên de pas' homou boê, 
ho men stenazôn hoson etunchan' empneôn, 
hai d' êlalazon. ephere d' hê men ôlenên, 
hê d' ichnos autais arbulais: gumnounto de 
pleurai sparagmois: pasa d' hêimatômenê 
cheiras diesphairize sarka Pentheôs. 
  
Den Mord begann, als Opferpriesterin, die Mutter. 
Sie stürmte auf ihn zu. Er riß vom Haupte sich 
die Binde, daß Agaue ihn, die Unglückliche, 
erkenne und verschone, griff nach ihrer Wange 
und rief "Ich bin dein Pentheus, Mutter, bin dein Sohn, 
den du im Hause des Echion einst geboren! 
Erbarm dich meiner, liebe Mutter, töte nicht, 
weil eine Schuld es auf sich lud, dein eignes Kind!" 
 
Doch sie, Schaum vor dem Mund, wild rollend mit den Augen, 
nicht fähig rechter Einsicht, war besessen von 
der Wut des Bakchios und hörte nicht auf ihn. 
Sie packte mit den Armen seine rechte Hand 
und riß, den Fuß gestemmt in seine Seite, ihm 
die Schulter aus – sie brauchte sich nicht anzustrengen, 
der Gott ließ ihre Hände leicht das Werk vollenden. 
Und Ino riß von seiner andern Seite ab 
das Fleisch, auch Autonne und der ganze Schwarm 
der Bakchen stürzte auf ihn. E i n  Schrei nur ward laut, 
sein Stöhnen noch, solange sich sein Atem regte, 
und ihr Gejauchze. Eine nahm den Arm, die andre 
den Fuß mitsamt dem Schuh. Schon lagen bloßgezerrt 
die Rippen ihm. Mit blutbefleckten Händen warfen 
die Bakchen, Bällen gleich, des Pentheus Fleisch umher. 
 
keitai de chôris sôma, to men hupo stuphlois 
petrais, to d' hulês en bathuxulôi phobêi, 
ou rhaidion zêtêma: krata d' athlion, 
hoper labousa tunchanei mêtêr cheroin, 
pêxas' ep' akron thurson hôs oresterou 
pherei leontos dia Kithairônos mesou, 
lipous' adelphas en choroisi mainadôn. 
 
chôrei de thêrai duspotmôi gauroumenê 
teicheôn esô tônd', anakalousa Bakchion 
ton xunkunagon, ton xunergatên agras, 
ton kallinikon, hôi dakrua nikêphorei. 
  
egô men oun <têid'> ekpodôn têi xumphorai 
apeim', Agauên prin molein pros dômata. 
to sôphronein de kai sebein ta tôn theôn 
kalliston: oimai d' auto kai sophôtaton 
thnêtoisin einai ktêma toisi chrômenois. 
 
In Stücken liegt sein Leib, teils unter schroffen Felsen, 
teils in des Waldes dichtbelaubtem Unterholz, 
nur schwer zu finden. Es geriet allein das Haupt 
des Armen in die Hand der Mutter; auf die Spitze 
des Thyrsos hat sie es gesteckt, als wäre es 
ein Löwenhaupt, und trägt es durch Kithairons Berge. 
Die Schwestern ließ sie im Mainadenschwarm zurück. 
 
Sie schreitet, stolz auf ihre fürchterliche Beute, 
hierher, zur Stadt, und ruft dabei den Bakchos an 
als Jagdgenossen, der das Wild ihr fangen half, 
als Sieger – wo der Sieg ihr doch nur Tränen bringt! 
 
Nun, ich will diesem Unglück aus dem Wege gehn, 
bevor Agaue noch das Schloß erreicht. Gehorsam 
und Frömmigkeit den Göttern gegenüber sind 
das höchste Glück – wohl auch ein Schatz voll höchster Weisheit 
für alle Menschen, die danach zu handeln wissen! 
 
 
CHO  
anachoreusômen Bakchion, 
anaboasômen xumphoran  
tan tou drakontos Pentheos ekgeneta: 
hos tan thêlugenê stolan 
narthêka te, piston Haidan, 
elaben euthurson, 
tauron proêgêtêra sumphoras echôn. 
bakchai Kadmeiai, 
ton kallinikon kleinon exepraxate 
es stonon, es dakrua. 
kalos agôn, cher' haimati stazousan 
peribalein teknou. 
    
all', eisorô gar es domous hormômenên 
Pentheôs Agauên mêter' en diastrophois 
ossois, dechesthe kômon euiou theou. 
 
CHOR: 
Lasset uns tanzen zu Ehren des Bakchios, 
lasset uns jubeln über das Unglück 
des Pentheus vom Drachengeschlecht, 
der Weibertracht angelegt und 
zum Stabe gegriffen, zum zünftigen Thyrsos, 
was ihm gebracht den sicheren Tod; vom Stiere ließ er 
auf den Weg des Verderbens sich leiten. 
Ihr Bakchen der Kadmosstadt, ihr habt 
einen herrlichen, ruhmvollen Sieg errungen – 
zum Jammern, zum Weinen! 
Ein wackerer Kampf, die Hand zu erheben 
gegen das eigene Kind, bis vom Blute sie trieft! 
 
Doch seh ich dort Agaue zum Palaste eilen, 
des Pentheus Mutter! Wild verdreht sie ihre Augen. 
Empfangt den feierlichen Zug des Jubelgottes! 
 
AGAUÊ  
Asiades bakchai  –  
  
CHO                             ti m' orothuneis, ô? 

AG  
pheromen ex oreôn 
helika neotomon epi melathra, 
makarion thêran. 
  
CHO  
horô kai se dexomai sunkômon. 
  
AG  
emarpsa tond' aneu brochôn 
<leontos agroterou> neon inin:   
hôs horan para. 
 
CHO                  pothen erêmias? 
  
AG  
Kithairôn . . . 
  
CHO                 Kithairôn? 
  
AG  
katephoneuse nin. 
  
CHO  
tis ha balousa? 
  
AG                   prôton emon to geras. 
 
CHO  
makair' Agauê  
 
AG                  klêizometh' en thiasois. 
  
CHO  
tis alla? 
  
AG                  ta Kadmou . . . 
  
CHO  
ti Kadmou? 
  
AG                  genethla 
met' eme met' eme toud' 
ethige thêros: eutuchês g' had' agra. 
 

AGAUE: 
Ihr Bakchen Asiens! 
 
CHOR:             Oh, warum rufst du uns an? 
 
AGAUE: 
Aus den Bergen bringe ich heim 
eine Ranke, ich pflückte sie frisch, 
eine Beute, sie spendet uns Segen! 
 
CHOR: 
Wir sehn es, wir nehmen dich auf 
als Genossin des festlichen Schwarms! 
 
AGAUE: 
Ich packte es fest ohne Schlingen, 
das Junge des wilden Löwen. 
Ihr könnt es sehen. 
 
CHOR:             Wo in der Wildnis? 
 
AGAUE: 
Der Kithairon ... 
 
CHOR:              Kithairon? 
 
AGAUE: 
... hat ihm den Tod gebracht! 
 
CHOR: 
Wer führte den Schlag? 
 
AGAUE:            Der erste war mir vergönnt. 
 
CHOR: 
Agaue, die Glückliche,  
 
AGAUE:             heiß ich im festlichen Reigen. 
 
CHOR: 
Wer noch? 
 
AGAUE:             Des Kadmos ... 
 
CHOR: 
Des Kadmos? 
 
AGAUE:             ... übrige Töchter 
berührten erst nach mir, nach mir das Wild! 
Das war eine glückliche Jagd. 
 
AG  
meteche nun thoinas. 
 
CHO  
ti? metechô, tlamon? 
  
AG  
neos ho moschos ar- 
ti genun hupo koruth' hapalotricha 
katakomon thallei. 
 
CHO  
prepei g' hôste thêr agraulos phobêi. 
  
AG  
ho Bakchios kunagetas   
sophos sophôs anepêl' epi thêra 
tonde mainadas. 
 
CHO  
ho gar anax agreus. 
  
AG  
epaineis? 
  
CHO                  epainô. 
  
AG  
tacha de Kadmeioi . . . 
  
CHO  
kai pais ge Pentheus . . . 
  
AG                   mater' epainesetai, 
  
CHO  
labousan agran  
  
AG                   tande leontophuê. 
  
CHO  
perissan. 
  
AG                   perissôs. 
  
CHO  
agallêi? 
  
AG                  gegêtha, 
megala megala kai 
phanera taid' agrai kateirgasmena. 
 
AGAUE: 
Beteiligt am Schmause euch! 
 
CHOR: 
Was? Wir sollen uns beteiligen, Elende? 
 
AGAUE: 
Jung ist das Kälbchen, gerade entsproßt 
seinen Wangen, am Haupte hier, 
der Flaum, so dicht! 
 
CHOR: 
Es sieht ja aus wie ein wildes Tier, mit der Mähne! 
 
AGAUE: 
Bakchios hat, ein tüchtiger Jäger, 
die Bakchen auch tüchtig gehetzt 
auf das Wild hier! 
 
CHOR: 
Ja, unser Herr, er versteht es zu jagen! 
 
AGAUE: 
Ihr spendet mir Lob? 
 
CHOR:                   Jawohl! 
 
AGAUE: 
Bald auch die Kadmeier! 
 
CHOR: 
Ja, auch Pentheus, dein Sohn ... 
 
AGAUE:             ... wird loben die Mutter, 
 
CHOR: 
die des Löwen Sprößling ... 
 
AGAUE:             ... als Beute gewann! 
 
CHOR: 
Gewaltig die Beute! 
 
AGAUE:                 Gewaltig die Jagd! 
 
CHOR: 
Stolz bist du vor Freude? 
 
AGAUE:                 Ich freue mich, ja, 
weil ich Großes, so Großes vollbracht, 
vor aller Augen, mit diesem Fang! 
 
CHO  
deixon nun, ô talaina, sên nikêphoron 
astoisin agran hên pherous' elêluthas. 
 
AG  
ô kallipurgon astu Thêbaias chthonos 
naiontes, eltheth' hôs idête tênd' agran, 
Kadmou thugateres thêros hên êgreusamen, 
ouk ankulêtois Thessalôn stochasmasin, 
ou diktuoisin, alla leukopêchesi 
cheirôn akmaisin. kaita kompazein chreôn 
kai lonchopoiôn organa ktasthai matên? 
hêmeis de g' autêi cheiri tonde th' heilomen, 
chôris te thêros arthra diephorêsamen. 
  
pou moi patêr ho presbus? elthetô pelas. 
Pentheus t' emos pais pou 'stin? airesthô labôn 
pêktôn pros oikous klimakôn prosambaseis, 
hôs passaleusêi krata trigluphois tode 
leontos hon pareimi thêrasas' egô. 
 
CHORFÜHRERIN: 
So zeig denn, Unglückliche, deine Siegesbeute, 
die du hierhergebracht, den Bürgern dieser Stadt! 
 
AGAUE: 
Ihr Leute, die ihr wohnt in Thebens stolzen Mauern, 
kommt her, damit ihr meine Beute sehen könnt! 
Wir haben, wir, des Kadmos Töchter, sie erlegt, 
nicht mit dem Riemenwurfspieß nach Thessalerart, 
nicht mit dem Netz, nein, nur mit unsern weißen Armen 
und Händen! Und dann soll sich jemand brüsten noch 
und Waffen sich – zu eitlem Tun! – vom Schmied besorgen, 
wo wir mit bloßer Hand die Beute hier errangen 
und eines wilden Tieres Leib in Stücke rissen! 
 
Wo weilt mein greiser Vater? Er soll kommen! 
Wo ist Pentheus nur, mein Sohn? Auf einer Leiter soll 
hinauf er an der Schloßwand steigen und an den 
Triglyphen dieses Löwenhaupt befestigen, 
das ich erbeutet auf der Jagd und heimgebracht! 
 
 
KA  
hepesthe moi pherontes athlion baros 
Pentheôs, hepesthe, prospoloi, domôn paros, 
hou sôma mochthôn muriois zêtêmasin 
pherô tod', heurôn en Kithairônos ptuchais 
diasparakton, kouden en tautôi pedôi 
labôn, en hulêi keimenon duseuretôi. 
  
êkousa gar tou thugaterôn tolmêmata, 
êdê kat' astu teicheôn esô bebôs 
sun tôi geronti Teiresiai Bakchôn para: 
palin de kampsas eis oros komizomai 
ton katthanonta paida Mainadôn hupo. 
kai tên men Akteôn' Aristaiôi pote 
tekousan eidon Autonoên Inô th' hama 
et' amphi drumous oistroplêgas athlias, 
tên d' eipe tis moi deuro bakcheiôi podi 
steichein Agauên, oud' akrant' êkousamen: 
leussô gar autên, opsin ouk eudaimona. 
 
AG  
pater, megiston kompasai paresti soi, 
pantôn aristas thugateras speirai makrôi 
thnêtôn: hapasas eipon, exochôs d' eme, 
hê tas par' histois eklipousa kerkidas 
es meizon' hêkô, thêras agreuein cheroin. 
pherô d' en ôlenaisin, hôs horais, tade 
labousa taristeia, soisi pros domois 
hôs ankremasthêi: su de, pater, dexai cheroin:  
gauroumenos de tois emois agreumasin 
kalei philous es daita: makarios gar ei, 
makarios, hêmôn toiad' exeirgasmenôn. 
  
KADMOS: 
Folgt mir mit eurer Jammerlast, den Überresten 
des Pentheus, folgt mir, Diener, bis vor den Palast! 
Ich hab's mir sauer werden lassen, seinen Leib 
in des Kithairon Schluchten aufzufinden – ganz 
zerrissen war er, nicht zwei Stücke konnte ich, 
im unwegsamen Wald, von  e i n e r  Stelle sammeln! 
 
Man hat berichtet mir die Untat meiner Töchter, 
als ich, zusammen mit dem Greis Teiresias, 
schon von den Bakchen kam und unsre Stadt betrat; 
da machte ich mich auf den Rückweg gleich und bringe 
jetzt meinen Enkel, den die Bakchen umgebracht. 
Ich sah noch Autonoe, die dem Aristaios 
dereinst geboren den Aktaion, mit ihr Ino 
im Wahnsinnsrausch, die Armen, durch das Dickicht irren; 
Agaue sei schon, sagte man mir, heimgekehrt 
im Bakchosschritt; die Nachricht, die ich hörte, stimmt: 
Dort habe ich sie selbst vor Augen – Unglücksbild! 
 
AGAUE: 
Laut darfst du deinen Ruhm verkünden, lieber Vater! 
Die weitaus besten Töchter auf der Welt hast du 
gezeugt! Ich meine alle, doch besonders mich. 
Verlassen habe Webstuhl ich und Spindel und 
mich Höherem geweiht: der Jagd auf wilde Tiere 
mit bloßer Hand! Im Arme bring ich, wie du siehst, 
den Preis der Tapferkeit. An deinem Schlosse häng 
ihn auf! Empfange, Vater, ihn mit deiner Hand! 
Nun lade, stolz auf meinen Fang, dir deine Freunde 
zum Siegesschmause ein. Glückselig bist du ja, 
glückselig, wo wir solche Heldentat vollbracht! 
 
KA  
ô penthos ou metrêton oud' hoion t' idein, 
phonon talainais chersin exeirgasmenôn. 
kalon to thuma katabalousa daimosin 
epi daita Thêbas tasde kame parakaleis. 
oimoi kakôn men prôta sôn, epeit' emôn: 
hôs ho theos hêmas endikôs men, all' agan, 
Bromios anax apôles' oikeios gegôs. 
 
AG  
hôs duskolon to gêras anthrôpois ephu 
en t' ommasi skuthrôpon. eithe pais emos 
euthêros eiê, mêtros eikastheis tropois, 
hot' en neaniaisi Thêbaiois hama 
thêrôn orignôit': alla theomachein monon 
hoios t' ekeinos. nouthetêteos, pater, 
soustin. tis auton deur' an opsin eis emên 
kaleseien, hôs idêi me tên eudaimona? 
 
KA  
pheu pheu: phronêsasai men hoi' edrasate   
algêset' algos deinon: ei de dia telous 
en tôid' aei meneit' en hôi kathestate, 
ouk eutuchousai doxet' ouchi dustuchein. 
 
KADMOS: 
O Jammer, nicht zu messen, nicht mitanzuschaun! 
Mit Unglückshänden habt ihr einen  M o r d  verübt! 
Ein herrlich Opfer, das du den Daimonen brachtest, 
um Theben dann und mich zum Opfermahl zu laden! 
Weh über dein Verderben – weh auch über meines! 
Mit Recht hat uns der Gott vernichtet, doch zu grausam, 
er, Herrscher Bromios, der doch mit uns verwandt! 
 
AGAUE: 
Wie mißvergnügt wird doch der Mensch im Alter und 
wie finster blickt er drein! O würde nur mein Sohn 
ein guter Jägersmann, nach seiner Mutter Art, 
wenn einst er, in dem Kreis der Jünglinge von Theben, 
dem Wild nachspürt! Doch er vermag bloß gegen Götter 
den Kampf zu führen. Setze, Vater, ihim den Kopf 
zurecht! – Wer will ihn her vor meine Augen rufen, 
damit er mich in meinem Glücke sehen kann? 
 
KADMOS: 
O weh! Kommt zum Bewußtsein euch, was ihr getan, 
es wird euch furchtbar schmerzen! Solltet ihr jedoch 
für immer in dem Wahn, der euch umfängt, verharren, 
so werdet euer Leid ihr nicht als Leid empfinden. 
 
AG  
ti d' ou kalôs tônd' ê ti lupêrôs echei? 
 
KA  
prôton men es tond' aither' omma son methes. 
 
AG  
idou: ti moi tond' exupeipas eisoran? 
 
KA  
eth' hautos ê soi metabolas echein dokei? 
 
AG  
lamproteros ê prin kai dieipetesteros. 
 
KA  
to de ptoêthen tod' eti sêi psuchêi para? 
 
AG  
ouk oida toupos touto. gignomai de pôs 
ennous, metastatheisa tôn paros phrenôn. 
 
KA  
kluois an oun ti kapokrinai' an saphôs? 
 
AG  
hôs eklelêsmai g' ha paros eipomen, pater. 
   
AGAUE: 
Was ist hier nicht in Ordnung? Was verursacht Schmerz? 
 
KADMOS: 
Erst richte deine Blicke einmal auf zum Himmel! 
 
AGAUE: 
Ich tu es. Warum läßt du mich gen Himmel schauen? 
 
KADMOS: 
Erscheint er dir wie sonst? Erscheint er dir verändert? 
 
AGAUE: 
Ich glaube, er ist heller als zuvor und klarer. 
 
KADMOS: 
Sind deines Geistes Kräfte immer noch gelähmt? 
 
AGAUE: 
Ich weiß nicht, was du willst! Gewissermaßen komme 
ich zur Besinnung schon, mein Denken wandelt sich. 
 
KADMOS: 
So kannst du hören und genaue Antwort geben? 
 
AGAUE: 
Ja – was vorhin ich sagte, das vergaß ich, Vater! 
 
KA  
es poion êlthes oikon humenaiôn meta? 
 
AG  
Spartôi m' edôkas, hôs legous', Echioni. 
 
KA  
tis oun en oikois pais egeneto sôi posei? 
 
AG  
Pentheus, emêi te kai patros koinôniai. 
 
KA  
tinos prosôpon dêt' en ankalais echeis? 
 
AG  
leontos, hôs g' ephaskon hai thêrômenai. 
 
KA  
skepsai nun orthôs: brachus ho mochthos eisidein. 
  
KADMOS: 
In wessen Haus bist du, im Brautgeleit, gezogen? 
 
AGAUE: 
Du gabst mich einem Sparten, heißt es, dem Echion. 
 
KADMOS: 
Wer ward im Heim als Sohn geboren deinem Gatten? 
 
AGAUE: 
Er, Pentheus, meinem und des Vaters Bund entsprossen. 
 
KADMOS: 
Und wem gehört das Antlitz, das im Arm du trägst? 
 
AGAUE: 
Dem Löwen, wie es bei den Jägerinnen hieß. 
 
KADMOS: 
Schau es genau dir an! Du wirst es gleich erkennen! 
 
AG  
ea, ti leussô? ti pheromai tod' en cheroin? 
 
KA  
athrêson auto kai saphesteron mathe. 
 
AG  
horô megiston algos hê talain' egô. 
 
KA  
môn soi leonti phainetai proseikenai? 
 
AG  
ouk, alla Pentheôs hê talain' echô kara. 
 
KA  
ôimôgmenon ge prosthen ê se gnôrisai. 
 
AGAUE: 
Ha, was erblick ich? Was trag ich in meinen Händen? 
 
KADMOS: 
Betrachte es und nimm es ganz genau zur Kenntnis! 
 
AGAUE: 
Ich sehe – größter Jammer – ach, ich Unglückliche! 
 
KADMOS: 
Siehst in dem Kopf du immer noch ein Löwenhaupt? 
 
AGAUE: 
O nein, des Pentheus Kopf, ich Arme, halte ich! 
 
KADMOS: 
Wir klagten schon um ihn, bevor du ihn erkannt. 
 
AG  
tis ektanen nin? – pôs emas êlthen cheras? 
 
KA  
dustên' alêthei', hôs en ou kairôi parei. 
 
AG  
leg', hôs to mellon kardia pêdêm' echei. 
 
KA  
su nin katektas kai kasignêtai sethen. 
 
AG  
pou d' ôlet'? ê kat' oikon? ê poiois topois? 
 
KA  
houper prin Akteôna dielachon kunes. 
 
AG  
ti d' es Kithairôn' êlthe dusdaimôn hode? 
 
KA  
ekertomei theon sas te bakcheias molôn. 
 
AG  
hêmeis d' ekeise tini tropôi katêramen? 
 
KA   
emanête, pasa t' exebakcheuthê polis. 
 
AG  
Dionusos hêmas ôles', arti manthanô. 
 
KA  
hubrin g'hubristheis: theon gar ouch hêgeisthe nin. 
 
AG  
to philtaton de sôma pou paidos, pater? 
 
KA  
egô molis tod' exereunêsas pherô. 
 
AG  
ê pan en arthrois sunkeklêimenon kalôs? 
Penthei de ti meros aphrosunês prosêk' emês? 
 
AGAUE: 
Wer war sein Mörder? Wie kam er in meine Hände? 
 
KADMOS: 
Grausame Wahrheit, recht zur Unzeit zeigst du dich! 
 
AGAUE: 
So sprich! Bebt angstvoll doch mein Herz vor dem, was kommt! 
 
KADMOS: 
Du warst es, die ihn umgebracht, und deine Schwestern! 
 
AGAUE: 
Wo starb er? Drin im Hause? Oder anderswo? 
 
KADMOS: 
Dort, wo die Hunde den Aktaion einst zerrissen. 
 
AGAUE: 
Warum nur kam der Unglückliche zum Kithairon? 
 
KADMOS: 
Er wollte dort den Gott und deinen Rausch verhöhnen. 
 
AGAUE: 
Auf welche Weise sind denn  w i r  dorthin geraten? 
 
KADMOS: 
Ihr wart von Sinnen, und die ganze Stadt berauscht. 
 
AGAUE: 
Dionysos hat uns vernichtet, jetzt begreif ich. 
 
KADMOS: 
Er war verletzt, weil ihr ihn nicht als Gott geachtet. 
 
AGAUE: 
Wo ist mein Liebstes, meines Sohnes Leiche, Vater? 
 
KADMOS: 
Das bring ich her – mit knapper Not fand ich es auf! 
 
AGAUE: 
Ward alles wieder, Glied für Glied, zum Leib verbunden? 
Was hatte Pentheus nur mit meinem Unverstand zu tun? 
 
 
KA  
humin egeneth' homoios, ou sebôn theon. 
toigar sunêpse pantas es mian blabên, 
humas te tonde th', hôste diolesai domous 
kam', hostis ateknos arsenôn paidôn gegôs 
tês sês tod' ernos, ô talaina, nêduos 
aischista kai kakista katthanonth' horô, 
i dôm' anebleph' – hos suneiches, ô teknon, 
toumon melathron, paidos ex emês gegôs, 
polei te tarbos êstha: ton geronta de 
oudeis hubrizein êthel' eisorôn to son 
kara: dikên gar axian elambanes. 
 
nun d' ek domôn atimos ekbeblêsomai 
ho Kadmos ho megas, hos to Thêbaiôn genos 
espeira kaxêmêsa kalliston theros. 
 
ô philtat' andrôn – kai gar ouket' ôn homôs 
tôn philtatôn emoig' arithmêsêi, teknon –  
ouketi geneiou toude thinganôn cheri, 
ton mêtros audôn patera prosptuxêi, teknon, 
legôn: Tis adikei, tis s' atimazei, geron? 
tis sên tarassei kardian lupêros ôn? 
leg', hôs kolazô ton adikounta s', ô pater. 
 
nun d' athlios men eim' egô, tlêmôn de su. 
oiktra de mêtêr, tlêmones de sungonoi. 
  
ei d' estin hostis daimonôn huperphronei, 
es toud' athrêsas thanaton hêgeisthô theous. 
 
CHO  
to men son algô, Kadme: sos d' echei dikên 
pais paidos axian men, algeinên de soi. 
 
AG  
ô pater, horais gar tam' hosôi metestraphê ... 

KADMOS: 
Wie ihr hat er gefehlt, den Gott nicht anerkannt. 
So traf der Gott uns alle denn mit einem Schlag, 
euch wie auch ihn, um zu verderben unser Haus 
und mich! Nie habe ich doch einen Sohn besessen 
und muß jetzt deinen Sproß, du arme Tochter, sehen, 
wie er so schimpflich und so jammervoll gestorben, 
er, zu dem aufgeblickt das Haus – du, lieber Junge, 
der meinen Stamm du stütztest, meiner Tochter Sohn, 
und hochgeachtet warst beim Volke! Niemand wagte 
den Greis zu kränken, weil er dich vor Augen hatte; 
denn die gerechte Strafe hätte ihn ereilt. 
 
Jetzt wird man schmachvoll mich aus meinem Hause weisen, 
den großen Kadmos, der gesät den Stamm von Theben 
und selber eingebracht die überreiche Ernte! 
 
Mein Liebling, du – denn bist du auch nicht mehr am Leben, 
so giltst du dennoch als das Liebste mir, mein Kind! –, 
du wirst nicht mehr mein Kinn mit deiner Hand berühren, 
"Großvater" nennen mich und mich umarmen, Kind, 
und fragen: "Wer tut unrecht dir? Wer kränkt dich, Alter? 
Wer fällt dir lästig und versetzt dein Herz in Schrecken? 
Sprich, daß ich den, der dich verletzt, bestrafen kann!" 
 
Nein, jetzt bin elend ich und du beklagenswert, 
betrübt die Mutter und die Schwestern tiefgebeugt. 
 
Wer an den Göttern zweifelt noch, der schaue auf 
des Pentheus Untergang – und huldige den Göttern! 
 
CHORFÜHRERIN: 
Dein Kummer schmerzt mich, Kadmos. Doch traf deinen Sohn 
mit Recht die Strafe, ist sie furchtbar auch für dich. 
 
AGAUE: 
Du siehst ja, Vater, wie mein Leben sich verwandelt – 
–  – 
–  – 
<pôs kai nin hê dustênos eulaboumenê  
pros sterna thômai? ...>  
 
            ... <sumpan melos  
kunousa  sarkas asper exethrepsamên.  
pher, ô geraie, krata tou ...  
orthôs prosharmosômen, eutonon de pan  
sôm' exakribôsômen eis hoson para  
ô philtaton prosôpon, ô nea genus,  
idou kaluptrai têde sên kruptô ...  
ta d' haimophurta kai katêlokismena  
melê ...>  
 <Wie kann ich Ärmste ihn umfangen, wie 
ihn sorglich drücken an die Brust? ...> 
–  – 
–  –             <Stück für Stück 
das Kind liebkosen, das ich auferzog? 
Komm, Alter, ordnen wir das teure Haupt 
an seine Stelle, Fügen wir den Leib 
zum Ganzen wieder, wie es eben geht! 
O liebstes Antlitz, jugendfrohes Haupt, 
in diesen meinen Schleier hüll ich dich – 
Doch all die Trümmer des zerstückten Leibs 
zu bergen, ...> 
–  – 
DI  


drakôn genêsêi metabalôn, damar te sê 
ekthêriôtheis' opheos allaxei tupon, 
hên Areos esches Harmonian thnêtos gegôs. 
ochon de moschôn, chrêsmos hôs legei Dios, 
elais met' alochou, barbarôn hêgoumenos. 
pollas de perseis anarithmôi strateumati 
poleis: hotan de Loxiou chrêstêrion 
diharpasôsi, noston athlion palin 
schêsousi: se d' Arês Harmonian te rhusetai 
makarôn t' es aian son kathidrusei bion. 
  
taut' ouchi thnêtou patros ekgegôs legô 
Dionusos, alla Zênos: ei de sôphronein 
egnôth', hot' ouk êthelete, ton Dios gonon 
eudaimoneit' an summachon kektêmenoi. 
 
KA  
Dionuse, lissomestha s', êdikêkamen. 
 
DI  
ops' ematheth' hêmas, hote de chrên, ouk êidete. 
 
KA  
egnôkamen taut': all' epexerchêi lian. 
 
DI  
kai gar pros humôn theos gegôs hubrizomên. 
 
KA  
orgas prepei theous ouch homoiousthai brotois. 
 
DI  
palai tade Zeus houmos epeneusen patêr. 
 
KA  
aiai, dedoktai, presbu, tlêmones phugai. 
 
DI   
ti dêta melleth' haper anankaiôs echei? 
 
DIONYSOS: 
–  – 
–  – 
zu einem Drachen wirst du werden, auch dein Weib 
Harmonia soll sich zum Tier, zur Schlange, wandeln, 
des Ares Tochter, die, als Mensch, du freien durftest. 
Du wirst mit ihr, so weissagt Zeus, ein Stiergespann, 
als Heereskönig von Barbaren, lenken und 
mit einer Riesenstreitmacht viele Städte tilgen. 
Erst wenn das Heer das Heiligtum Apollons plündert, 
wird eine bittre Heimfahrt ihm beschieden sein. 
Dich und Harmonia jedoch wird Ares retten, 
wird im Gefild der Seligen euch wohnen lassen. 
 
Dies sage ich, Dionysos, kein Menschensohn, 
nein, Sohn des Zeus! Wenn damals ihr, als ihr nicht wolltet, 
euch recht besonnen hättet, würdet ihr den Sohn 
des Zeus zum Freunde haben und gesegnet sein. 
 
KADMOS: 
Dionysos, wir bitten dich: Wir taten unrecht! 
 
DIONYSOS: 
Spät eure Einsicht. Als es nottat, wart ihr blind. 
 
KADMOS: 
Wir wissen es. Doch deine Strafe ist zu hart. 
 
DIONYSOS: 
Nein! Denn auch ich, ein Gott, ward schwer von euch gekränkt. 
 
KADMOS: 
Den Göttern ziemt es nicht, nach Menschenart zu zürnen. 
 
DIONYSOS: 
Längst hat mein Vater Zeus die Rache mir erlaubt. 
 
AGAUE: 
Ach, greiser Vater, jämmerlich sind wir verbannt! 
 
DIONYSOS: 
Warum schiebt ihr noch auf, was unumgänglich ist? 
 
KA  
ô teknon, hôs es deinon êlthomen kakon 
<pantes,> su th' hê talaina sungonoi te sai, 
egô th' ho tlêmôn: barbarous aphixomai 
gerôn metoikos: eti de moi to thesphaton 
es Hellad' agagein migada barbaron straton. 
 
kai tên Areôs paid' Harmonian, damart' emên, 
drakôn drakainês <phusin> echousan agrian 
axô 'pi bômous kai taphous Hellênikous, 
hêgoumenos lonchaisin: oude pausomai 
kakôn ho tlêmôn, oude ton kataibatên 
Acheronta pleusas hêsuchos genêsomai. 
 
AG  
ô pater, egô de sou stereisa pheuxomai. 
 
KA  
ti m' amphiballeis chersin, ô talaina pai, 
ornis hopôs kêphêna poliochrôn kuknos? 
 
AG  
poi gar trapômai patridos ekbeblêmenê? 
 
KA  
ouk oida, teknon: mikros epikouros patêr. 
 
KADMOS: 
Mein Kind, wie tief sind wir ins Leid gestürzt, wir alle, 
du, Unglückliche, deine Schwestern und dazu 
ich Armer! In die Fremde soll ich alter Mann 
auswandern, überdies auf göttliches Geheiß 
Barbarenheere, buntgemischt, nach Hellas führen! 
 
Ich soll mein Weib Harmonia, des Ares Tochter 
– ich selbst wie sie in wilde Drachenbrut verwandelt –, 
als Räuberhauptmann, gegen Griechenlands Altäre 
und Ahnengräber führen. Niemals soll ich Armer 
vom Leid erlöst sein, auch nicht auf dem Acheron 
zum Hades niederfahren und dort Ruhe finden! 
 
AGAUE: 
Im Ausland soll ich leben, Vater, ohne dich! 
 
KADMOS: 
Warum umarmst du mich, mein unglückliches Kind, 
ein Schwanenjunges seinen schwachen, greisen Vater? 
 
AGAUE: 
Wohin soll ich, verbannt aus meiner Heimat, ziehen? 
 
KADMOS: 
Ich weiß nicht, Kind; dein Vater ist ein schwacher Beistand. 
 
AG  
chair', ô melathron, chair', ô patria 
polis: ekleipô s' epi dustuchiai 
phugas ek thalamôn. 
  
KA  
steiche nun, ô pai, ton Aristaiou ... 
* 
  
AG  
stenomai se, pater. 
  
KA  
kagô <se>, teknon, 
kai sas edakrusa kasignêtas. 
  
AG  
deinôs gar tand' aikeian 
Dionusos anax tous sous eis 
oikous epheren. 
  
KA  
kai gar epaschon deina pros humôn, 
ageraston echôn onom' en Thêbais. 
  
AG  
chaire, pater, moi. 
  
KA  
chair', ô melea 
thugater. chalepôs <d'> es tod' an hêkois. 
  
AG  
aget', ô pompoi, me kasignêtas 
hina sumphugadas lêpsometh' oiktras. 
elthoimi d' hopou 
mête Kithairôn <em' idoi> miaros 
mête Kithairôn' ossoisin egô, 
mêth' hothi thursou mnêm' anakeitai: 
Bakchais d' allaisi meloien. 
  
AGAUE: 
Lebe wohl, mein Haus! Lebe wohl, 
du Stadt meiner Väter! Ich muß dich verlassen, 
ins Elend verbannt vom heimischen Herd! 
 
KADMOS: 
So ziehe, mein Kind, zu dem Ort, da der Sohn des Aristaios 
–  – 
 
AGAUE: 
Ich jammre um dich, lieber Vater! 
 
KADMOS: 
Und ich um dich, mein liebes Kind, 
wie ich um deine Schwestern weine. 
 
AGAUE: 
Furchtbar schlug mit der grausigen Tat 
der Herrscher Dionysos nieder dein Haus! 
 
KADMOS: 
Furchtbares auch widerfuhr ihm von euch, 
man versagte ihm Ehren in Theben. 
 
AGAUE: 
Ich wünsche dir Glück auf den Weg, lieber Vater! 
 
KADMOS: 
Das wünsche auch dir ich, mein armes Kind, 
doch schwerlich wirst du es finden! 
 
AGAUE: 
Geleitet mich dorthin, ihr Diener, wo ich 
die Schwestern treffe, die kläglichen 
Wegegenossinnen in die Verbannung! 
In ein Land will ich ziehen, 
wo nie der verfluchte Kithairon mich sieht, 
wo auch ich den Kithairon vor Augen nicht habe 
und nichts an den Thyrsos erinnert. 
Mit ihm sollen andere Bakchen sich tummeln. 
 
 
CHO  
pollai morphai tôn daimoniôn, 
polla d' aelptôs krainousi theoi: 
kai ta dokêthent' ouk etelesthê, 
tôn d' adokêtôn poron hêure theos. 
toiond' apebê tode pragma. 
  
CHOR: 
In vielen Gestalten zeigt sich das Göttliche, 
vieles vollenden wider Erwarten die Götter. 
Und was man gehofft, das erfüllte sich nicht, 
jedoch für das niemals Erhoffte fand einen Weg der Gott. 
So vollzog sich auch hier das Geschehen. 
 
 
 
Dionysos Prolog * erstes Chorlied, Einzug der Bakchen
Teiresias und Kadmos, trunken * Pentheus tritt auf * Teiresias belehrt Pentheus
 
zweites Chorlied * Dionysos vor Pentheus
drittes Chorlied * Wechselgesang zwischen Dionysos und dem Bakchenchor * Dionysos wieder vor Pentheus
 
Botenbericht des Hirten vom Treiben der Bakchen
Dionysos verführt Pentheus zur Neugier * viertes Chorlied * Dionysos mit Pentheus bei den Bakchen
 
fünftes Chorlied * Botenbericht des Dieners von der Zerreißung des Pentheus
sechstes Chorlied, Wechselgesang mit Agaue * Kadmos weckt Agaue aus dem Rausch
Reue des Kadmos nach der Katástrophê * Schlußlied des Dionysos * Schlußlied des Chores
 
vgl. Apollodoros, Bibliothêkê : Dionysos-Sagenkreis
und Philostratos, Eikones (Bildbeschreibungen) 1,18 : Bakchen
 
Dionysos verwandelt die Piraten in Delphine
Odysseus lauscht den Sirenen, angebunden an den Mast
Dionysos-Umzug
 
Rgveda: der süße Saft * Odysseus lauscht den Sirenen
Homerischer Aphrodite-Hymnus * Homerischer Dionysos-Hymnus
Hesiod: Werke und Tage (Pandora) / Theogonie (gesamt, griech./dt.)
archaische Kunst (aus dem "Perserschutt" der Akropolis): Herakles
Aratos / Cicero / Germanicus: Phainomena (Himmelserscheinungen) Sternbilder griech./lat./dt.
Vergil: 4. Ekloge – Geburt des neuen Weltenjahrs / 6. Ekloge – Silen singt die Welt
Georgica 4,219 ff - das beseelte All, der alles durchdringende Geist
Ovid, Metamorphoses 15: "Pythagoras": der Phönix / Fasti: Flora : Botticelli: Primavera
Plutarch: Über das E in Delphi (u.a.: Apollo und Dionysos)
 
: Berufung (6,1-13) : Immanuel (7,10-16; 9,1-6; 11,1-10)
Jesus schläft im Boot auf dem stürmischen Meer * Jesus vor Pilatus
Hochzeit zu Kana (Johannesevangelium) * Van Eyck : Genter Altar : Anbetung des Lammes
Raffaelo Santi: Disputa del Sacramento (Eucharistie) / Der Parnaß (Fresco: Apollon mit den Musen)
Novalis: Hymne / Astralis * Samuel Taylor Coleridge: Kubla Khan (englisch / deutsch)
Wagners Tristan: Isolde zerbricht das principium individuationis
Parsifal * Einführendes zur musikalischen Substanz in Wagners "Parsifal"
Nietzsche: dionysisch-apollinisch in "Die Geburt der Tragödie": Raffaels Verklärungs-Bild
 
Das Mandala eines Tages (mystisch-rauschhafte Erzählung, Hans Zimmermann 1979)
... noch einen Tannhäuser schuldig (Roman, Elischa Beth 1996)
 
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Feire Fiz (Hans Zimmermann) : Quellensammlung zum Weltbild der Antike und des Mittelalters : Euripides : Die Bakchen (Die Mänaden)