Feire Fiz (Hans Zimmermann, Görlitz) : Quellen zum Weltbild der Antike, des Mittelalters und der frühen Neuzeit : Islam : Eröffnungsverse des Schâhnâmé
 
Firdausi: Die zwölf Eröffnungsverse des Schâhnâmé (1010 n.Chr.)
 
Übersetzung aus dem Persischen ins Deutsche: Werner Sundermann 1988
 
 
Firdausi, Sch‚hn‚me, Ms.or.fol.4251 (1605 n.Chr.), Berlin, fol. 7b
 
Die ersten sechs Verse der Eröffnung des Werkes:
 
    Firdausi, Schâhnâme: Verse 1-6  
    des einleitenden Textbeginns 
      
    beh nâm-e xodâvand-e jân o xerad  
    kazin bartar andisheh bar nagzarad  
      
    xodavând-e nâm o xodâvand-e jây  
    xodâvand-e ruzi deh-e rahnemây  
      
    xodavând-e keyvân o gardân sepehr  
    foruzandeh-e mâh o nâhid o mehr  
      
    ze nâm o neshân o gamân bartarast  
    negârandeh-ye bar shodeh peykarast  
      
    beh binandegân âfarinandeh ra  
    nabini maranjân do binandeh rah  
      
    nayâbad bedu niz andisheh rah  
    keh ou bartar az nâm o az jâygâh 
 
 
 
    Ms.or.fol.4251, Berlin, Mittelfeld mit dem Text von Sch‚hn‚me 1,1-6
 
 
Im Namen dessen, der den Menschen Weisheit schenkt,
der unser Leben lenkt, den kein Gedanke denkt,
 
des Herrn des Himmelsthrons, der alle Seelen leitet,
der dich auch sicher führt und dir dein Mahl bereitet,
 
der dieses Leben, der die Welt erschaffen hat,
der jedes Ding berief zu seiner Zeit und Statt,
 
der allen Sphären Maß und Richtung weist,
nach dessen Willen Venus, Mond und Sonne kreist,
 
des Schöpfers, den kein Menschenauge je erblickt,
drum müh dich nicht zu sehn, was keinem noch geglückt,
 
den niemand preisen kann, so wie es billig ist.
Du füge dich darein, daß du sein Sklave bist!
 
 
 
Firdausi, Sch‚hn‚me, Ms.or.fol.4251 (1605 n.Chr.), Berlin, fol. 8a
 
Verse 7-12 der Eröffnung:
 
      Firdausi, Schâhnâme: Verse 7-12 (7-10)  
    des einleitenden Textbeginns 
      
    soxân har tshe zin guharân bogzarad  
    nayâbad bedu rah, jân o xerad  
      
    xerad gar soxân bargozind hami  
    hamân râ gozinad keh binad hami  
      
    sotudân nadânad kas u râ tsho hast  
    miyân bandegi ra bebâyadat bast  
      
    xerad râ o jân ra hami sanjad uiy  
    dar andisheh-ye saxteh key gonjad uiy 
 
 
 
    Ms.or.fol.4251, Berlin, Mittelfeld mit dem Text von Sch‚hn‚me 1,7-12
 
 
Es schliff dies Weltjuwel ein Meister ohnegleichen,
den Name, Zeichen und Gedanken nicht erreichen,
 
zu dem des Menschen Wähnen nimmer sich erhebt,
und dessen Hoheit über allen Thronen schwebt.
 
Des Menschen Weisheit kann sein Wesen nicht benennen,
denn wir benennen nur die Dinge, die wir kennen.
 
Und selbst, wer Worte schleifen kann wie ein Juwel,
der mühe sich nicht ab, sein Mühen schlägt doch fehl.
 
Er, der die Seelen und die Weisheit wägt, erreicht
wohl dein gewognes Denken ihn, der keinem gleicht?
 
Bekenne nur: "Er ist", und damit sei's getan,
weil man von seinem Sein nichts weiter sagen kann.
 
Die Alhambra in Granada: Kuppel im Saal der zwei Schwestern * geometrische Mosaikenwände
Moschee in Cordoba * Taj Mahal * Der "Stein" * Der "Gral" * Boethius: "zu SEIN" (esse) : ICH BIN der ICH BIN
 
*
al-Qur'ânu (Der Koran, "Die Lesung")
vollständige Auflistung aller 114 Suren
*)
arabisch (original und transliteriert) und deutsch durch Friedrich Rückert (zwischen 1836 und 1839):
frühmekkanische Suren: 1.; 81., 82., 83., 84., (88., 90.), 91., 92., 93., 94., 95., 96., 97.,
100., 101.,102., 103, 105., 106., 107., 108., 109., 110., 111., 112., 113., 114.
(*
Suren 51-56;   *   Suren 67-80
 *)
Sure 2,256: Thronvers * Sure 6: Schlüssel und Zeichen * Suren 3 und 19: Maria im Tempel, Jesus das Wort
Sure 24: Gott ist das Licht des Himmels und der Erde * Sure 27 (Die Ameisen): Salomon und die Königin von Saba
Sure 55: Der Allerbarmer, Litanei mit dem Refrain "Welche Gnad' eures Herrn wollt ihr verkennen?"
Sure 18: Die Siebenschläfer; Der Diener Gottes (al-Chidher) prüft Moses; Alexander der Große
vgl: Chidher und die Weisen aus dem Orient : zwei kleine Szenen
(*
nur deutsch (Rückert):
spätmekkanisch: Sure 12 (Josef), 13 (Der Donner), 14 (Abraham), 15 (Elhigru), 16 (Die Bienen); Sure 18 s.o.: Sure 19 s.o.
*)
 
islamischer Neuplatonismus & Aristotelismus befruchtet die Scholastik:
liber de causis (arab./ lat./ dt.)
Goethes orientalisierende Gedichtesammlung mit dem Titel "West-östlicher Divan" (Gutenberg-Edition)
*
arabische Schrift (Alphabet, Ligaturen, Zusatzzeichen)
*
Gedicht aus dem Tristram-Zyklus: "Arabeske"
*
 
mit der Ornamentik der Borten in Mäandern, Zöpfen und Flechtbändern vgl. auch die
Flechtbänder im Evangeliar von Kells * türkische Kachel
*
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