Uma und Feire Fiz (Hans Zimmermann, Görlitz) : Quellen zum Weltbild der Antike, des Mittelalters und der frühen Neuzeit : Islam : Taj Mahal
 
Taj Mahal - "Krone des Palastes"
oder
Rauza-i Mumtaz-Mahal
"Grabmal der Erwählten des Palastes"
1631-1638 für Arjumand Banu Begam ("Mumtaz Mahal"), die 1631 bei der Geburt ihres 14. Kindes starb,
erbaut von Ahmad Nadir-ul-Azar ("Wunder der Zeit") und seinem Bruder Hamid
im Auftrag ihres Mannes, des Moghul-Kaisers Shah-Jahan ("Herr der Welt", 1628-1658),
der selbst in diesem Mausoleum neben seiner Gattin begraben liegt
 
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*)
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Südliches Eingangsportal zur Gartenanlage, an deren Nordende am Yamuna-Ufer das Taj Mahal steht,
links: von außen (Süden); rechts: von innen (Gartenseite); roter Sandstein und heller Marmor mit Intarsien.
 
Aus weißlichem Marmor mit eingelegten Achat-, Karneol-, Jade- und Lapislazuli-Blütenborten und mit feinen
Blumenreliefs in den Seitenflächen der Torbögen und Außennischen besteht auch das das oktogonale, von der großen
Knospe der Zwiebelkuppel überwölbte Mausoleum der "Mumtaz Mahal" und des "Shah-Jahan", das Taj Mahal:
eine liebesüße Frucht, die ihre Blüte (die "Mumtaz"), ihren nährenden Baum, ja ihren Schöpfer selbst umkammert;
ein Gehäuse, dessen innerste Kerne (die "Erwählte" und ihr traurig-verträumter, von Aurangzeb gestürzter Gatte),
die Füße nach Süden, den Kopf nach Norden, das Gesicht nach Westen gen Mekka gewandt, den "jawm ad-dini",
den jüngsten Tag, erwarten, an dem die Menschen aus dem Erdenschlummer hervorbrechen und zum ewigen Frühling
des Paradieses auskeimen. Dieser Hoffnung geben die kalligraphischen Spruchbänder mit Koranversen über die
Auferstehung und das Paradies Ausdruck, die außen die großen Torbogen-Nischen der Hauptseiten in den vier
Himmelsrichtungen und innen alle acht Wandflächen des oktogonalen Zentralbaus umrahmen.
 
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Taj Mahal von Süden
 
von Osten
 
 
von Südosten
 
von Norden, über den Yamuna-Fluß hinweg
kalligraphischer Schriftzug mit Koranversen als rahmende Borte um den Eingang des Mausoleums
 
 
 
 
 
 
 
 
kalligraphischer Schriftzug mit Koranversen als Rahmen um den Eingang des Mausoleums; Anfang des Verses (rechts unten)
 
Moschee westlich des Mausoleums
 
Süd-Eingang: Zwickel des Spitzbogens mit Halbedelsteinen "geblümt"; Borte mit Koranversen als Umrahmung
des Eingangs, von rechts unten hinauf über den Spitzbogen (von rechts nach links) bis nach links unten zu lesen.
 
 
 
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große Außen-Nische in der Westseite                                                     Südwest-Seite des Oktogons
 
 
 
Koranverse der Eingangs-Umrahmung, hier nur der rechte "Pfosten", zum leichteren Lesen nach links gekippt:
Beginn unten rechts (d.h. in der Transliteration unten links), wechselnd von unten zurück nach oben (slash /) und hinabsteigend von oben nach unten (backslash \)
 
bismi / l llâh \ al-rahmâ<SUP>n</SUP> al ra / hîm idhâ \ al-shamsu kuw / rat w idhâ al \ nujû / mu \ n ...
l-llâh \      hîm         idhâ \  rat w         idhâ \  mu  \ rat 
bismi / al-rahmân al-r /    al-shamsu kuw /  al-nujû / n
81 - sûratu 't-takwîri  
  
bi-smi 'llâhi 'r-rahmâni 'r-rahîmi
81. Sure, "Die Ballung" (Übersetzung Rückert 1836-39)  
  
Im Namen Gottes des allbarmherzigen Erbarmers 
      idhâ 'sh-shamsu kûwirat (1)  
wa-idhâ 'n-nujûmu 'nkadarat (2)  
wa-idhâ 'l-jibâlu suyyirat (3)  
wa-idhâ 'l-°ishâru °uttilat (4)  
wa-idhâ 'l-wuhûshu hushirat (5)  
wa-idhâ 'l-bihâru sujjirat (6)  
wa-idhâ 'n-nufûshu zûwijat (7)  
wa-idhâ 'l-mau'udatu su'ilat (8)  
bi 'aiyi thambin qutilat (9)  
wa-idhâ 's-suhufu nushirat (10)  
wa-idhâ 's-samâ'u kushitat (11)  
wa-idhâ 'l-jahîmu su°°irat (12)  
wa-idhâ 'l-jannatu uzlifat (13)  
°alimat nafsum  mâ ahdarat (14)  
falâ uqsimu bi-'l-chunnasi (15)  
'l-jawâri 'l-kunnasi (16)  
wa-'l-laili idhâ °as°asa (17)  
wa-'s-subhi idhâ tanaffasa (18)  
innahu laqaulu rasûlin karîmin (19)  
dhî qûwatin °indanî  
        'l-°arshi makînin (20)  
mutâ°in thamma amînin (21)  
wa-mâ sâhibukum bi-majnûnin (22)  
wa-laqad râmu bi-'l-ufuqi 'l-mubîni (23)  
wa-mâ huwa °alâ  
        'l-ghaibi bi-danînin (24)  
wa-mâ huwa bi-qauli-shaitânir rajîmin (25)  
fa aina tadh-habûna (26)  
in huwa illâ dhikrul li-'l-°âlamîna (27)  
limân shâ'a minkum  
       ân yastaqîma (28)  
wa-mâ tashâ'ûna illâ an yashâ'a  
             'llâhu rabbu 'l-°âlamîna (29) 
 1. Wann die Sonne sich wird ballen,   
 2. Und die Sterne zu Boden fallen,   
 3. Und die Gebirge wallen,  
 6. Und der Meere Fluten schwallen;  
 4. Wann Zuchtkamele sind unverwahrt,  
 5. Und die wilden Thiere geschaart,  
 7. Und die Seelen wieder gepaart;  
 8. man das lebendig begrabne wird fragen,  
 9. Um welche Schuld es sei erschlagen;   
10. Und die Bücher sind aufgeschlagen;   
11. Wann der Himmel wird abgedacht,  
12. Und die Hölle wird angefacht,   
13. Und der Garten herangebracht;   
14. Wird eine Seele wissen was sie dargebracht.  
15. Soll ich schwören bei den Planeten,   
16. Den wandelnden, den unsteten?   
17. Und bei der Nacht der öden?   
18. Und der athmenden Morgenröthe?   
19. Das Wort ists eines Boten werth,   
20. Eines Boten stark,   
       der steht beim Herrn des Throns geehrt,  
21. Eines Gebieters treu bewährt.   
22. Nicht euer Landsmann irrt noch thört.   
23. Er sah ihn in der Höh verklärt,   
24. Und will mit dem nicht geizen   
       was er sah und hört'.   
25. Das Wort nicht ist es dessen der sich hat empört.   
26. Wo rennt ihr hin verstört?   
27. Es ist nur eine Mahnung an die Welten,   
28. Dem wer von euch will lassen   
       die Wahrheit gelten;   
29. Ihr aber wollet nicht, wenn nicht will  
       Gott, der Herr der Welten. 
 
arabische Schrift (Alphabet, Ligaturen, Zusatzzeichen)
*)
 
 
 
 
 
zur Linken der Grabsockel Shah-Jahans, 
zur Rechten der Grabsockel der "Mumtaz Mahal" genau in der Mitte des Mausoleums;
dahinter erkennt man die marmornen Lilien-Filigrangitter der Umzäunung
 
 
 
und noch einmal: im Hintergrund der Grabsockel Shah-Jahans, 
im Vordergrund der Grabsockel der "Mumtaz Mahal", 
seine kalligraphischen Borten enthalten die hundert Namen Gottes; 
die wirklichen Gräber beider befinden sich in einer Gruft unterhalb dieser Sockel
 
Aus dem "Rosengarten" (Gulistan) des Muslih ad-Dîn Sa'dî 7,17: 
 
Erzählung
    Eines reichen Mannes Sohn sah ich auf dem Grab seines Vaters sitzen.  
    Mit überheblicher Zunge stritt er sich mit dem Sohn eines armen Derwischs:  
        "Das Grabmal meines Vaters", sagte er, "ist von hartem Fels,  
          und die Inschrift prangt in leuchtenden Farben. 
        Es ist mit einer Platte von weißem Marmor bedeckt,  
          in die Türkissteine eingelegt sind. 
        Wie aber sieht das Grab deines Vaters aus?  
          Zwei, drei Ziegelsteine aneinandergereiht  
            und eine Handvoll Erde daraufgestreut!" 
      
    Der Arme hörte ihn an und sprach: "Schweige, denn  
        bevor dein Vater sich unter diesem schweren Steine auch nur rühren kann,  
          ist mein Vater bereits ins Paradies gestiegen." 
 
Taj Mahal am Abend, von Norden aus über das breite Bett des Yamuna-Flusses hinweg gesehen
 
*)
 
die Moschee in Cordoba * die Alhambra in Granada
alle Kunstseiten und Bildergalerien (aufgelistet)
*
weitere Bilder der Indienreise 2004
 
und 12 weitere große Bildersammlungen, Früchte der Indienreise 2004:
Mumbai / Ajanta / Ellora / um Pune /
 
Delhi / Taj Mahal / Agra / Haridvar / Jaipur / Udaipur: Palast / Stadt
*
al-Qur'ânu (Der Koran, "Die Lesung")
vollständige Auflistung aller 114 Suren
*)
arabisch (original und transliteriert) und deutsch durch Friedrich Rückert (zwischen 1836 und 1839):
frühmekkanische Suren: 1.; 81., 82., 83., 84., (88., 90.), 91., 92., 93., 94., 95., 96., 97.,
100., 101.,102., 103, 105., 106., 107., 108., 109., 110., 111., 112., 113., 114.
(*
Suren 51-56;   *   Suren 67-80
 *)
Sure 2: Thronvers * Sure 5: Der Tisch * Sure 6: Schlüssel und Zeichen * Suren 3 und 19: Maria im Tempel, Jesus das Wort
Sure 24: Gott ist das Licht des Himmels und der Erde * Sure 27 (Die Ameisen): Salomon und die Königin von Saba
Sure 55: Der Allerbarmer, Litanei mit dem Refrain "Welche Gnad' eures Herrn wollt ihr verkennen?"
Sure 18: Die Siebenschläfer; Der Diener Gottes (al-Chidher) prüft Moses; Alexander der Große
vgl: Chidher und die Weisen aus dem Orient : zwei kleine Szenen
(*
nur deutsch (Rückert):
spätmekkanisch: Sure 12 (Josef), 13 (Der Donner), 14 (Abraham), 15 (Elhigru), 16 (Die Bienen); Sure 18 s.o.: Sure 19 s.o.
*)
Sprüche, Lieder, Briefe und Gebete des Sufi-Meisters Husain ibn Mansur al-Hallâj (Halladsch)
*
Abu Hamid al-Ghazzali (Algazel, Al-Ghasali), aus: "Die Wiederbelebung der Wissenschaften von der Religion":
Über das Gottvertrauen, Das Einheitsbekenntnis als Quelle des Gottvertrauens (Das große Gleichnis vom Schreibrohr)
*
der "Stein" * Firdausi: Die 12 Eröffnungsverse des Schâhnâmé * türkische Kachel
*
Goethes orientalisierende Gedichtesammlung mit dem Titel "West-östlicher Divan" (Gutenberg-Edition)
*
arabische Schrift (Alphabet, Ligaturen, Zusatzzeichen)
 
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