Feire Fiz : Quellen zum Thema "Schöpfung" und zum Weltbild der Antike und des Mittelalters : Tannhäuser / Wartburgkrieg
 
Dieser Knoten bindet folgende Stränge:
 
Richard Wagner: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg, 1., 2. und 3.Aufzug * Das Lied vom Tannhäuser
Chrêtiens und Wolframs Parzival * Wagner: Parsifal * Tristan * Wolfram und Klingsôr im Wartburgkrieg:
Der Gral als Stein aus der Krone der Gerechtigkeit * Luzifers Sturz (Jes 14,12 ff) * Der "köstliche Stein" (1.Petrusbrief)
Goethe: Das Märchen / Deutung (R.Steiner) * Novalis: Klingsohrs Märchen im "Heinrich von Ofterdingen" * Novalis: Hymne
Elischa Beth: "...noch einen Tannhäuser schuldig" bzw. "Zwiebelgold" (Roman) * vgl. 7.Rundbrief 2005
*+)
Heinrich von Ofterdingen (vgl. Wagners "Tannhäuser"),
 
Wolfram von Eschenbach und Klingsôr von Ungerlant
im
"Wartburgkrieg"
 
Abhandlung des Herausgebers (Karl Simrock 1858): Handschriften und Anordnung der Strophen
 
Teil I: Fürstenlob * Teil II: Rätselspiel * Der Gral als Stein aus der Krone der Gerechtigkeit
 
* *   *     *     *   * *

Feire Fiz / Elischa Beth / Wolfram / Cuillaut : ... noch einen Tannhäuser schuldig : Zwiebelgold : Die verbrannten Briefe
 
... noch
          einen
        TANNHÄUSER
                               schuldig
oder
ZWIEBELGOLD
oder
DIE VERBRANNTEN BRIEFE
 .
- ein Roman um die Reisen Hendriks des Tannhäusers
skizziert von Elischa Beth 1983,
.
Fragmente aus dem Französischen, Koptischen und Arabischen
ins Deutsche übertragen und lyrisch überarbeitet
von Cuillaut & Wolfram 1993/94
.
nach nunmehr sieben Jahren
für die Freunde im Netz veröffentlicht
durch Zimmermann, Görlitz) zu Weihnachten 2000
.
Wolfgang von Ohnsorge gewidmet
.
Wie du weißt,...............................
brauchst du einen Scheinfahrschein,.
um in unserem Spielscheinspiel...........
mitzufahren........................
 
       
    Inhaltsverzeichnis:
zum Anfang des Romans   *   Symmetrieachse des Romans   *   zum Ende des Romans
.
zum Postscriptum Cuillauts
 .
I. Enneade   
   
1. Prolegomena   
2. Ouvertüre   
3. Iris   
    
4. House burning down 
5. Die Reise   
6. Pupille   
    
7. Rasur   
8. Das Café I   
9. Der Chemiker
II. Enneade   
   
10. Das Brot   
11. Der Kelch   
12. Wasserwüsten   

13. Die Wellentaucher 
14. Die Ersten – die Letzten 
15. Die Wellenreiter   

16. Feuermeere   
17. Die Brüder   
18. Der Wein

III. Enneade   
   
19. Die Substanzen   
20. Das Café II   
21. Eli Eli   

22. Umweg   
23. Der Garten   
24. Er kehret nicht zurück 

25. Oh du lieber Abendstern 
26. Dahin zog's mich   
27. Katalegomena

. 
   vgl.: Richard Wagner: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg (Libretto)
Heinrich von Ofterdingen, Wolfram und Klingsôr im Sängerkrieg auf der Wartburg
 
Mousaôn Helikônidaôn archômeth' aeidein
.
 
zum Inhalt:
 
 ... NOCH EINEN TANNHÄUSER SCHULDIG
    Diesen fragmentarischen Titel lesen die beiden Übersetzer Wolfram und Cuillaut auf dem verkohlten Deckblatt des zwiebelförmig geschichteten und geschachtelten Skizzenpakets der Malerin Elischa, das die Vorgänge um Hendrik, den "Tannhäuser", enthält. -   
    "Ich bin der Welt noch einen Tannhäuser schuldig" lautet eines der letzten Worte Richard Wagners. Natürlich ist dies hier nicht der Versuch, dessen "Schuldigkeit" zu tun, zu erfüllen, abzutragen oder den Komponisten gar auf dem flacheren Feld der Prosa am Ende übertreffen zu wollen.    
    Innerhalb der Handlung selbst wird der Satz Elischa (Kap.24) und Wolfram (Kap.25, trotz der angeblichen Unkenntnis des Zitats, s.Kap.1) in den Mund gelegt, da sie die Rückkehr des Helden "verscherzt" hätten.   
    Dies ist nur der äußere Rahmen in einer Überschichtung verschiedener mehr oder weniger kongruierender Anspielungs-Ebenen: E.T.A. Hoffmanns "Goldener Topf", der "Heinrich von Ofterdingen" des Novalis sowie dessen "Lehrlinge zu Sais" (erster Satz: "Mannichfache Wege gehen die Menschen..."), das Pilze-Symposion in Ernst Jüngers "Annäherungen", der Isenheimer Altar (Matthias Grünewald), die Erzählung des dritten Bettelmönches in "Der Lastträger und die drei Damen" (Alif laila wa laila, 16. Nacht) und last but not least "Electric Ladyland" (Hendrix) mit den drei Stücken "House burning down", "Rainy day" und "1983", von zahllosen weiteren Reflexen und Querblitzen zu schweigen.   
     
     
    Personen: 
      
    Im Wechsel der Kapitel konsequent erstens der Erzähler WOLFRAM, zweitens der thematische Held HENDRIK, und als dritte die Venusgestalt IRIS bzw. die Elisabethgestalt ELISCHA. -   
    Im Hintergrund wirkt der Yoga-Meister der Iris, KURINSHORU (japanisiert für Clingschor oder KLingsor "aus Ungerlant", der im mittelalterlichen "Sängerkrieg" als Helfer des Heinrich von Ofterdingen auftritt), ihr Chemikerfreund (HOFMANN) und ein mit diesen beiden zusammen die drei handelnden Personen "prüfender" alter JÜNGER; ferner Hare-Krishna-Pilger und zuletzt wie auch zuerst der stille Ansprechpartner des Erzählers, dessen Übersetzungskollege CUILLAUT (synthetisch aus Kyot, Kujau und dem hebräischen Wort am Ende von Jesaia 19,14).  
      
      
    Inhalt:  
     
    Hendrik berauscht sich an der Tannhäuser-Ouvertüre bis zur Vision von der "Eisprinzessin" Iris, die seine Verliebtheit eine Zeitlang genossen und ihn dann abgestoßen hat. Er läuft durch die Stadt zum Bahnhof, steigt in einen beliebigen Zug ins Unbestimmte und schläft ein, findet sich, als er im Zug aufwacht, in einer fremden Landschaft und steigt in einem orientalischen Bahnhof aus. Im Café dieses Bahnhofs kann er die fremde Schrift der Speisekarte nicht lesen, wird ausgelacht, erlebt eine Umstülpung der Situation und sieht mit einem Male Wolfram und Elischa, die ihn zuhause nicht angetroffen hatten und froh sind, ihn im Bahnhofscafé zu finden. In den Gesprächen der Freunde wird offenbar, daß Hendrik durch seine unglückliche Liebe in die Initiation geraten ist.  
    In einigen Zwischenstationen entfaltet sich das künstlerische Ineinanderleben der Freunde.  
    Sie fahren nun wieder zum Bahnhofscafé, um sich der Prüfung zu stellen. Elischa gelangt in der Küche des Cafés zu den "Meistern", die ihr mitteilen, daß Hendrik, der bereits vom himmlischen Nektar getrunken habe, die Prüfung nicht mehr bestehen dürfe. Dieser kann die Speisekarte nun zwar lesen, aber das Gewünschte nicht aussprechen: Die Welt bricht ihm wieder um, zurück in den indischen Bahnhof, wo ihn eine Prozession von Hare-Krishna-Pilgern mit sich reißt, bis er im paradiesischen Garten seiner Rauschszenerie in einen lichtsprühenden Brunnen "eintaucht". Wolfram und Elischa warten im Bahnhof vergeblich auf den "Unterwasseratmer", der nicht mit den Pilgern zurückgekehrt ist. Seinem Übersetzerkollegen Cuillaut berichtet Wolfram, daß er Iris als Striptease-Tänzerin entdeckt habe. Plötzlich habe er dann auch Hendrik unter dem Nachtclubfenster gesichtet, wie dieser von ihrem Gorilla zusammengeschlagen worden sei. Elischa tritt in das Hospital des Ordens ein, um den Schwerverletzten zu pflegen. 
  ... 
Postscriptum Cuillauts:
    Eine kleine Romanphantasie, die von R. Wagners Oper abfedert und am Ende in sie zurückfällt. Im Grunde ein Initiationsroman – allerdings mit dem diesen Anspruch gleichsam vernichtenden Lachen, wie es in Paradewerken der Einweihungsliteratur wie z.B. der "Chymischen Hochzeit Christiani Rosencreutz" (Andreae), in den Trivialismen der "Zauberflöte" (Schikaneder) oder im "Steppenwolf" (Hesse) mitklingt und im "Scheitern" tragischer Helden verstummt. Markus 8,23 und Johannes 9,6 nennen unverhüllt den letzten Dreck als Medizin unserer Blindheit; Jesaia 8,14 ebenso wie 1.Korintherbrief 1,23 und 25 formulieren das Oxymoron, daß höchste Erwähltheit sich selbst blasphemiere, worin sich der Spott über das verdammt beseligende Selbstgefühl aller Heiligkeit auszugießen beliebt.  
    Aber die grellen Sentenzen des Religionsgründers Paulus scheinen im Schalenglanz von Elischas Zwiebelchen nur abgedämpft wieder als Rede des greisen Eremiten gleichen Namens. Auch sonst will ich mich nicht in dem Anspruch vergreifen, der alle Ansprüche ins Billige zu stürzen beansprucht. Wenn das grimmige Gelächter der Propheten und Überwinder hier zum Lächeln eines alten japanischen Yogalehrers abgemildert erscheint, will ichs zufrieden sein.
Titel (Seitenanfang)
zum Anfang des Romans   *   Symmetrieachse des Romans   *   zum Ende des Romans
 
emaille?!  *  Quellensammlung  *  Lyrik  *  lapsit exillîs  *  Parzival  *  Rheingold-Travestie
Heinrich von Ofterdingen, Wolfram und Klingsôr im "Sängerkrieg auf der Wartburg"
Perlenlied (Thomas-Akten) * Märchen von dem Machandelboom (Wacholderbaum)
– kannst du die Schrift, die Ornamente finden / die Salomon versiegelt mit Verstand –
Schriftauslegung der Lebensschrift-Chiffre: Novalis, Die Lehrlinge zu Sais : Hymne
Heinrich von Ofterdingen: Klingsohrs Märchen von Fabel und Eros : Astralis
Enuma Elisch * Popol Vuh : Schöpfungs-Mythos der Mayas (Quiché)
Die Lebens-Chiffernschrift nach der Feuerprobe bei Rudolf Steiner:
"Wie erlangt man  Erkenntnisse der höheren Welten?"
Islam: Koran * Moschee in Cordoba * Alhambra in Granada
Franz von Assisi: Fioretti (Blütenlegenden); Sonnengesang
Märchen von dem Machandelboom (Wacholderbaum)
J.V. Andreae: Chymische Hochzeit Chr. Rosencreutz
Fama Fraternitatis   +   Confessio Fraternitatis
Jakob Böhme: Die Morgenröte im Aufgang
Ovid : Metamorphoses 15 : der Phönix
Samuel Taylor Coleridge: Kubla Khan
Raffaello: Disputa del Sacramento
Philipp Otto Runge: Der Morgen
William Blake : Songs of Innocence and of Experience : The book of Urizen
Das Hohe Lied: "Wo ist denn dein Freund hingegangen, du Schönste?" * ICH BIN der ICH BIN
Hochzeit zu Kana, Johannesevangelium * Novalis: Hymne / Astralis * Euripides: Die Bakchen
Qumran: Hymnenrolle Lied III: Die apokalyptischen Geburtswehen der Passion
Das Mandala eines Tages (mystisch-rauschhafte Erzählung, Feire Fiz 1979)
Uma Zimmermann: Die indische Hochzeit
 
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