Feire Fiz (Hans Zimmermann, Görlitz) : lapsit exillis : Gral : Quellensammlung : Schatzhöhle (1)
vgl. die entsprechenden Genesis-Kapitel:
Kap.1,1-1,13 (Schöpfung)   *   Kap.1,14-2,4a   *   Kap.2 (Paradies)   *   Kap.3 (Sündenfall)
zu den Anmerkungen und weiteren Quellen und Seiten (am Fußende)
 
Die
Schatzhöhle
(m'arrat gazzê)
(aus der Schule) Ephraims des Syrers (1)
aus dem syrischen Texte drei unedierten Handschriften
in's Deutsche übersetzt und mit Anmerkungen versehen von
Carl Bezold, Leipzig 1883
ins Netz gestellt durch Uma und Feire Fiz (Hans Zimmermann, Görlitz), Görlitz, September 2000
 
Vorwort (Carl Bezold)
 
von der Schöpfung bis zur Vertreibung aus dem Paradies
 
Hexahemeron * Menschenschöpfung * Adam und Eva
Sündenfall * Vertreibung aus dem Paradies
weiter zu Teil 2 der Schatzhöhle:
von Kains Brudermord bis zu Henochs Entrückung
 
 
Hexahemeron
    Mit der Kraft unseres Herrn Jesus, des Messias, fangen wir an
      zu schreiben die Schrift von der Ableitung der Stämme, 
      das heisst der "Schatzhöhle",
      welche verfasst ist von dem heiligen Herrn Ephraem1).
    O Herr! Unterstütze mich mit deiner Gnade! Amen.
     vgl. Genesis 1 *
    Am Anfange, am ersten Tage, nämlich dem heiligen Sonntage,
      dem Anfang und Erstgeborenen von allen Tagen,
      schuf Gott den Himmel und die Erde
      2) und das Wasser und die Luft und das Licht
      und die unsichtbaren Mächte, das heisst die Engel 2)
      und Erzengel und die Thronen und die Fürsten und die Herrschaften
      und die Machthaber und die Kerube und die Seraphe:
      alle Ordnungen und Heere von Geistern:
      und die Finsternis und das Licht und die Nacht und den Tag
      und die Winde und Sturmwinde:
    diese alle wurden am ersten Tage geschaffen.
    Und an diesem Sonntag schwebte der Heilige Geist,
      eine von den Personen der Dreieinigkeit3), über dem Wasser:
    Und durch sein Schweben auf der Oberfläche des Wassers wurde es gesegnet,
      so dass es zum Erzeuger wurde:
    und es wurde heiss und glühend die ganze Natur des Wassers,
    und es wurde vereinigt damit der Sauerteig der Schöpfung.
    Wie ein Vogel durch Ausbreiten der schützenden Flügel seine Jungen erwärmt,
      sodass sie durch die Wärme des davon ausgehenden Feuers
      in den Eiern zu Jungen gebildet werden,
      so wurde auch durch die Wirkung des heiligen Geistes,
      als dieser, der Paraklete, über dem Wasser schwebte,
      der Sauerteig der Schöpfung4) an dasselbe gebunden.
     
    Und am zweiten Tage schuf Gott den untern Himmel
      und nannte ihn Feste:
    dies zeigt aber, dass diese nicht die Natur des Himmels hat, der oben ist, 
      und dass sie in ihrem Aussehen verschieden ist von dem Himmel, der über ihr ist,
      nämlich von dem oberen Himmel, der von Feuer ist.
    Und jener zweite ist von Licht
      und dieser untere von fester Erde (?)5),
    und weil er eine dichte, wässerige Natur hat,
      wird er Feste genannt.
    Und es schied Gott am zweiten Tage das Wasser von dem Wasser,
      das heisst das obere Wasser von dem unteren.
    Und dasselbe stieg am zweiten Tage über dem Himmel empor
      wie eine dichte Masse Nebels:
    so erhob es sich und stieg aufwärts,
    und da lagerte es sich oberhalb der Feste in der Luft;
    und es ergiesst sich und bewegt sich nach keiner Seite hin.
     
    Und am dritten Tage befahl Gott dem Wasser unterhalb der Feste,
      sich an einem Orte zu sammeln,
      und dass das Trockene sichtbar werde.
    Und als die Decke des Wassers von der Oberfläche der Erde weggezogen war,
      da zeigte sich, dass sie nicht festsitzend und festgegründet,
      sondern von feuchter und elastischer Natur war.
    Und es sammelte sich das Wasser in die Meere unterhalb,
      in und auf der Erde.
    Und es schuf Gott in mitten der Erde von unten
      Durchgänge und Adern und Canäle für den Durchgang des Wassers
      und für die Dünste,
      die aus der Erde aufsteigen in diesen Adern und Durchgängen,
      und Wärme und Kälte6) zum Dienst der Erde.
    Denn von unten ist die Erde wie ein Schwamm gemacht7),
      weil sie auf Wasser ruht.
    Und an demselbigen Tage befahl Gott der Erde,
      dass sie von unten Kraut aufkeimen lasse;
    und sie ward schwanger in ihrem Inneren
      mit Bäumen und Samen und Pflanzen und Wurzeln.
      vgl. Genesis 1 *
    Und am vierten Tage schuf Gott Sonne, Mond und Sterne.
    Und sobald die Sonnenwärme sich über die Erdoberfläche ausbreitete,
      erstarkte diese von ihrer Schlaffheit,
      weil die Feuchtigkeit und Flüssigkeit des Wassers von ihr hinweggenommen wurde.
    Und als der Staub der Erde erhitzt wurde,
      liess aufspriessen alle Bäume und Pflanzen und Samen und Wurzeln,
      die in ihrem Inneren am dritten Tage empfangen worden waren.
     
    Und am fünften Tage befahl Gott dem Wasser;
    und es brachte hervor alle Fische von verschiedenem Aussehen
      und alles Gewürm, das im Wasser ist8):
      die Wallfische und den Leviathan und furchtbar aussehende Tiere,
      und das Gevögel der Luft und des Wassers (!).
    Und an demselbigen fünften Tage schuf Gott aus der Erde alles Vieh und die wilden Tiere
      und die kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen, jedes einzelne nach seiner Art9).
      vgl. Genesis 2 *
    Und am sechsten Tage, welcher der Freitag ist, formte Gott den Adam aus Staub
      und10) die Heva aus seiner Rippe10).
     
    Und am siebenten Tage ruhte Gott von all seinen Werken,
      und da wurde derselbe (Tag) Sabbath genannt11).
     
Menschenschöpfung
    Die Erschaffung Adam's aber geschah auf folgende Weise.
    Am sechsten Tage, welcher der Freitag ist, in der ersten Stunde,
      als über allen Ordnungen der Gewalten Ruhe herrschte, sprach Gott:
    „Wolan! Lasst uns den Menschen nach unserem Bilde, nach unserem Gleichnisse machen!“:
    damit aber meinte er die gepriesenen Personen12).
    Und als die Engel dieses Wort gehört hatten,
      waren sie in Furcht und Zittern, indem sie zueinander sprachen:
    „Ein grosses Wunder,
      die Gestalt Gottes, unseres Schöpfers.“
     
    Und sie sahen die Rechte Gottes13),
      wie sie sich ausbreitete und ausstreckte über die ganze Welt;
    und versammelten sich alle Geschöpfe in der Handfläche seiner Rechten.
    Und sie sahen, wie er von der ganzen Erde ein Körnchen Staub nahm,
      von der ganzen Natur des Wassers einen Tropfen Wasser,
      von aller Luft, die oben ist, ein Lüftchen des Windes,
      und von aller Natur des Feuers ein wenig Hitze der Wärme.
    Und die Engel sahen,
      wie diese vier schwachen Elemente,
      nämlich Kälte, Wärme, Trockenheit und Feuchtigkeit,
      in die hohle Fläche seiner Hand gelegt wurden.
     
    Und da bildete Gott den Adam.
    Und zu welchem Zweck hat Gott den Adam aus diesen vier Elementen geschaffen,
      wenn nicht, damit durch dieselben ihm alles, was in der Welt ist, untertänig sei?
    Er14) nahm ein Körnchen von der Erde,
      damit alle alle Naturen, die von Staub sind, Adam dieneten;
      und einen Tropfen vom Wasser,
      damit alle, die in den Meeren und Flüssen sind, sein seien;
      und einen Hauch von der Luft,
      damit alle Arten, die in der Luft sind, ihm anheimgegeben seien;
      und Hitze vom Feuer,
      damit alle Feuerwesen und Gewalten zu seiner Hilfe bestünden14).
     
    Und es bildete Gott den Adam mit seinen heiligen Händen
      nach seinem Bilde und nach seinem Gleichnisse.
    Und als die Engel sein herrliches Aussehen gewahrten,
      wurden sie bewegt von der Schönheit15) seines Anblickes;
    denn sie sahen das Gebilde seines Antlitzes,
      während es entzündet ward in herrlichem Glanze gleich der Kugel der Sonne,
      und das Licht seiner Augen wie die Sonne,
      und das Bild seines Körpers wie das Licht des Krystalls.
    Und er breitete sich aus und stand mitten auf der Erde,
    und16) er setzte seine beiden Füsse auf den Platz,
      woselbst das Kreuz unseres Erlösers errichtet wurde16),
      darum dass Adam in Jerusalem erschaffen ward.
    Und dort zog er an das Gewand des Königtums,
      und die Krone der Glorification wurde auf sein Haupt gesetzt.
    Und dort ward er zum König gemacht und zum Priester und Propheten;
    und dort setzte ihn Gott auf den Thron seiner Glorie.
    Und dort gab ihm Gott die Herrschaft über alle Kreaturen,
    und es versammelten sich alle18) wilden Tiere
      und das Vieh und Gevögel und kamen vor Adam,
    und er gab ihnen Namen, und sie beugten ihr Haupt vor ihm,
    und beteten ihn an alle19) ihre Naturen19) und dieneten ihm.
      vgl. al Qur'an, 2. Sure *
    Und es hörten die Engel und die Gewalten die Stimme Gottes,
      welcher zu ihm sprach:
    „O Adam! siehe, ich habe dich gemacht zum König und Priester und Propheten
      und Herrn und Haupte und Führer20) aller geschaffenen Wesen und Geschöpfe,
    und dir dienen sie alle und seien dein;
    und ich habe dir gegeben die Herrschaft über alles, was ich geschaffen habe.“ 21)
    Und da die Engel dies Wort hörten,
      da beugten sie alle die Kniee und beteten ihn an.
     
Adam und Eva
    Und als das Haupt dieser unteren Ordnung22) sah,
      welche Grösse dem Adam gegeben worden war,
      beneidete es ihn vom selbigen Tag an,
      wollte ihn nicht anbeten und sprach zu seinen Mächten:
    „Betet ihn nicht an und preiset ihn nicht mit den Engeln;
     ihm ziemt es, mich anzubeten,
      der ich Feuer und Geist bin,
      und nicht mir,
      dass ich den Staub anbete, der aus einem Staubkörnchen geformt ist.“
     
    Und solches hatte der Empörer vorgebracht und war ungehorsam
      und schied sich nach seinem eignen Willen und seiner Freiheit von Gott,
    und er ward gestürzt und fiel ab, er und seine ganze Schar;
    am sechsten Tage, in der zweiten Stunde geschah sein Fall vom Himmel.
    Es wurden ihnen ausgezogen die Kleider ihrer Glorie23).
    Und sein Name ward genannt Sâtânâ,
      deshalb weil er sich abgewandt hatte (von Gott);
      und Shêdâ, deshalb weil er gestürzt worden ist,
      und Daiwâ, deshalb weil er verloren hat das Kleid seiner Glorie.
    Und siehe, von demselbigen Tage an und bis heute
      sind sie – er und alle seine Heere24) -
      beraubt und nackt und hässlich anzusehen.
     
    Und als der Satan vom Himmel gestossen wurde, da ward Adam erhöhet,
      so dass er hinaufstieg25) zum Paradies in einem feurigen Wagen26);
    während vor ihm lobsangen die Engel,
      und ihn die Seraphe heiligten, und die Kerube ihn segneten27),
      stieg Adam unter Jubel- und Lobgesang empor zum Paradies.
    Und als er hinaufkam, wurde ihm vorgeschrieben,
      von welchem Baum er nicht essen dürfe.
    In der dritten Stunde, am Freitag geschah sein Hinaufgehen in's Paradies.
      vgl. Genesis 2 *
    Und Gott warf einen Schlaf über ihn
    und er entschlief.
    Da nahm Gott eine Rippe vom Zwerchfell seiner rechten28) Seite
      und erschuf aus derselben die Heva.
    Als Adam erwachte und Heva sah,
      freute er sich sehr über sie.
    Und Adam und Heva waren im Paradies,
      indem sie bekleidet waren mit Glorie und glänzten in Glorification,
      drei Stunden lang.
    Das Paradies aber war hoch oben
      und überragte alle hohen Berge um drei Spannen
      nach dem Maasse des Geistes
      und29) umgab die ganze Erde29).
    Es sprach aber der Prophet Mose:
      „Es pflanzte Gott das Paradies inmitten von Eden
      und setzte dorthin den Adam, den er gebildet hatte“.
    Eden aber ist die heilige Kirche,
    und die Kirche ist die Barmherzigkeit Gottes,
      welche Gott bereit hielt, um sie auf alle Menschen auszudehnen;
    deshalb weil Gott gemäss der Priorität seines Wissens wusste,
      was der Satan gegen Adam plane, kam er ihm zuvor
      und nahm ihn (Adam) in den Schooss seiner Barmherzigkeit auf,
      wie von ihm der fromme David im Psalm sagt:
      „O Herr, ein Haus der Wohnung bist du uns geworden für und für“.
      Das heisst aber: du hast uns wohnen lassen in deiner Barmherzigkeit.
    Und als er Gott anflehte um die Erlösung der Menschen, sagte er:
      „Sei eingedenk deiner Kirche, welche du vordem gegründet hast“,
      das heisst: deiner Barmherzigkeit, welche du bereitet hast,
      um sie auf unser schwaches Geschlecht auszudehnen.
    Eden ist die heilige Kirche,
      und das Paradies der Ort der Ruhe und das Erbe des Lebens,
      das Gott für alle heiligen Menschen bereitet hat.
     
Sündenfall
    Und da Adam Priester und König und Prophet war,
      brachte ihn Gott hinauf ins Paradies,
      damit er in Eden, der heiligen Kirche30), diene,
      wie davon der fromme Mose Zeuge ist:
      „dass er ihn bebaue“,
      nämlich mit priesterlichem Dienste in Lobpreisen,
      „und ihn bewahre“,
      nämlich den Befehl, welcher ihm übertragen worden war durch die Barmherzigkeit Gottes.
    Und31) Gott liess Adam und Heva im Paradies wohnen.
     
    Wahr ist das Wort und wahrheitverkündend31):
    dieser Baum des Lebens in der Mitte des Paradieses
      ist ein Vorbild für das Erlösungskreuz, den eigentlichen Baum des Lebens,
    und dies wurde mitten auf der Erde errichtet.
geometrisch abstrahiertes Flechtband-Kreuz auf einer Teppichseite des syrischen Evangeliars Vatikan, Bibliotheca apostolica, Ms. Borgia 169, fol.40
    Und als der Satan Adam und Heva sah, welche im Paradiese glänzten,
      wurde der Empörer verzehrt und geröstet vor Neid.
    Und er fuhr in die Schlange hinein und wohnte in ihr;
      trug32) sie und flog mit ihr durch die Luft zu den Grenzen des Paradieses32).
      vgl. Genesis 3 *
    Und aus welchem Grund fuhr er in die Schlange und verbarg sich daselbst?
    Deshalb, weil er wusste, dass sein Anblick hässlich war,
      und wenn Heva seine Gestalt gesehen hätte,
      sie alsbald vor ihm geflohen wäre.
    Und wie einer, der einen Vogel die griechische Sprache lehrt33),
      einen grossen Spiegel bringt und ihn zwischen sich und ihn stellt
      und fängt dann mit ihm zu reden an; -
      der Vogel aber wendet sich, sobald er seine Stimme hört, nach rückwärts um
      und sieht seine (eigene) Gestalt in dem Spiegel
      und gerät alsbald in Freude darüber,
      dass der, welchen er für seinen Gefährten hält, mit ihm spricht,
      und neigt so in Ruhe sein Ohr34)
      und hört die Worte dessen, der so mit ihm spricht,
      merkt auf und lernt griechisch reden -
      so fuhr der Satan in die Schlange und wohnte in ihr;
      beobachtete den (richtigen) Zeitpunkt, sah Heva allein
      und rief sie bei ihrem Namen.
    Und als sie sich zu ihm umwandte, da sah sie in ihm ihr Bild,
    und er redete mit ihr
      und täuschte sie mit seinen lügnerischen Worten,
      deshalb weil die Natur des Weibes schwach ist35).
    Und als sie von ihm über den Baum gehört hatte,
      lief sie sofort eilends
      und flückte die Frucht des Ungehorsams
      von dem Baume der Gebotesübertretung36) ab und ass.
    Und sofort wurde ihre Schande bloss
    und sie sah die Hässlichkeit ihrer Nacktheit;
    und sie lief nackend fort
      und verbarg sich in einem anderen Baume37)
      und bedeckte ihre Nacktheit mit den Blättern dieses Baumes.
    Und sie rief Adam, da kam er zu ihr,
    und sie reichte ihm dieselbige Frucht hin, dass er von ihr esse;
    und auch er ass davon.
    Und als er gegessen hatte, da wurde auch seine Schande bloss.
    Und sie machten sie sich Schürzen von den Blättern der Feigen.
    Und sie waren bekleidet mit den Schürzen der Schmach drei Stunden lang;
    am Mittag erhielten sie die Entscheidung des Gerichtes.
    Und es machte ihnen Gott Kleider von dem Felle,
      das von den Bäumen abgezogen war, nämlich den Rinden der Bäume;
    denn es waren an den Bäumen des Paradieses zarte Rinden,
      zarter als Linnen und königliche Seidengewänder38).
    Und er bekleidete sie mit diesem dünnen Felle,
      welches ein Kleid bildete um den Körper der Schmerzen.
     
Vertreibung aus dem Paradies
    In der dritten Stunde gingen sie hinein in's Paradies,
    und drei Stunden lang erfreuten sie sich der Woltaten (Gottes),
    und drei Stunden lang war ihre Schande bloss;
    und in der neunten Stunde geschah ihr Ausgang aus dem Paradies.
    Und nachdem sie herausgegangen waren in Trauer,
      da redete Gott mit Adam, tröstete ihn und sprach:
    „Gräme dich nicht, o Adam39);
    denn ich will dein Erbteil widerherstellen;
    siehe, wie gross die Liebe zu dir ist:
    ich habe die ganze Erde verflucht um deinetwillen,
    aber dich habe ich vom Fluche befreit,
    und der Schlange habe ich ihre Füsse in ihren Bauch eingeschlossen
      und ihr den Staub der Erde zur Nahrung gegeben
      und Heva in's Joch der Untertänigkeit getan.
    Und nun da du übertreten hast mein Gebot,
      so gehe heraus, aber gräme dich nicht!
    Nach Erfüllung dieser Zeiten, die ich über euch verhängt habe,
      dass ihr fremd seid aussen auf der Welt des Fluches,
      siehe da will ich meinen Sohn senden
    und er wird herabkommen zu deiner Erlösung
      und wird wohnen in einer Jungfrau40) und wird einen Leib anziehen,
    und durch ihn wird vollbracht werden deine Erlösung und Rückkehr.
    Aber befiehl deinen Kindern und sag ihnen, dass sie nach deinem Tod
      deinen Körper salben sollen mit Myrrhen, Zimmt und Stakte
      und ihn in die Höhle legen sollen,
      darinnen ich euch wohnen lasse (von) heute bis zu der Zeit,
      da euer Ausgang geschehen wird aus der Umgebung des Paradieses
      auf die ausserhalb liegende Erde.
    Und der, welcher übrig ist in jenen Tagen,
      wird deinen Leichnam mit sich nehmen, ihn wegtragen
      und niedersetzen in der Mitte der Erde, wo ich es ihm zeigen werde:
    denn dort wird dir die Erlösung zuteil werden, dir und allen deinen Kindern“.
    und es offenbarte Gott Adam die ganze Zukunft,
      und dass der Sohn anstatt seiner leiden werde41).
     
    Und als Adam und Heva aus dem Paradies herausgegangen waren,
      wurde die Tür des  Paradieses verschlossen,
    und vor ihr stand ein Kerub, der ein zweischneidigen Schwert trug.
*   *       *            *            *       *   *
 
vgl. die entsprechenden Genesis-Kapitel:
Kap.1,1-1,13 (Schöpfung)   *   Kap.1,14-2,4a   *   Kap.2 (Paradies)   *   Kap.3 (Sündenfall)
.
weiter zu Teil 2 der Schatzhöhle:
von Kains Brudermord bis zu Henochs Entrückung
Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 und Teil 7:
Kenan und Mahalaleel * Ende des 1.Jahrtausends * Jubal und Tubalkain
Henochs Warnung * Jareds Tod * Henochs Entrückung
Noah * Riesen * Noahs Auftrag * Noahs Abschied * Sintflut
Ende der Flut * Der Bund * Hams Verfluchung * Noahs Testament
Adams Bestattung durch Sem auf Golgatha
Sems Nachkommen * Götzenbilder * Feuerdienst * Abraham und Melchisedech
Jakob * Jakobs Söhne * Königslinie und Priesterlinie * Moses
Richter, David und Salomo * Könige in Juda bis zur Eroberung Israels
Hiskia und Manasse * Könige bis zum Exil * babylonisches Exil
Esra und Serubabel * Geschlechtsregister * Jesu Geburt * die drei Weisen * Herodes
Paradieses-Freitag und Karfreitag * Passion und Purpurmantel * Kreuzes-Typologie
Ableitungs-Strom * Höllenfahrt, Ostern und Pfingsten
.
Das Heilige Grab in Görlitz (Adams Grab unterhalb des Kreuzes auf Golgatha)
Verlag Gunter Oettel: "Lausitzer Jerusalem"
+
"dritte" oder "sechste Stunde"Brief zu einigen Widersprüchen in der Bibel
*
Chartres: Stammbaum Jesu als Lebensbaum aus der "Wurzel Jesse":
Jesaja 11,1-10 : Matthäus 1,1-17 : Lukas 3,21-38
vgl. die Patriarchen-Genealogien in der Genesis:
toledot Adam : toledot bne-Noach : toledot Schem
Das Kreuz in den Ranken des Lebensbaums: Apsis-Mosaik in San Clemente (Rom)
+++
Genesis 1-11: Schöpfung, Paradies, Sündenfall, Kain und Abel, Toledot Adam, Arche, Sintflut, Ende der Flut, Bund
Messianische Psalmen: 2, 45 und 110 * Schöpfungspsalmen: 8 und 19 – Die Himmel rühmen * 104 Großer Schöpfungspsalm
Passionspsalmen 22 und 24 * 23 Der Hirte * 29 und 93 – Die Stimmen * 46 – Ich bin * 84 – Wie lieblich sind deine Wohnungen
91 Die Versuchung * 121 und 139 – Gottes allwissende Wachheit * Schöpfungsjubel: 148 und 150 – Hallelujah
Das Hohe Lied: "Wo ist denn dein Freund hingegangen, du Schönste?", "Morgenröte im Aufgang"
Hiob 38-41 – "Wo warst du, als ich die Erde gründete?" : Sprüche 8,22 ff: Die Weisheit als Erstling der Schöpfung
Qumran: Die apokalyptischen Geburtswehen der Passion * Jona * der Nasir Samson * Elias
Requiem: Dies irae * Daniel: Menschensohn * Jakobsleiter * ICH BIN der ICH BIN
Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken – Texte und Noten
ein Jahreszyklus von 18 Bibelsprüchen entfaltet in dreistimmigen Chorsätzen von Feire Fiz (Hans Zimmermann)
Der Wind weht wo er willein Kalender in zwölf atmosphärischen Liedern für Kinder
 
Inhaltsverzeichnis
 
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 Feire Fiz (Hans Zimmermann, Görlitz) : lapsit exillis : Gral : Quellensammlung : Schatzhöhle (1)