Feire Fiz:
 
Mondnein
*)
Bilder, Öl auf Leinwand  -  in chronologischer Reihenfolge
17 Bilder 90 cm x 90 cm (I-XVII), 2 Bilder 60 x 80 (a, b) und 4 Bilder 60 x 60 (c, d, e, f)
entstanden von Ostern 2013 bis Juli 2013
 
 
I
I Thetis
 
II
II Mein Herzblatt
 
a
 
III
III Auf der Wiese
 
IV
IV Aufschwung
 
b
VII
V Mondnein
VII Ammonit
VI
VI Mandala
VIII
VIII Ischkiks Baum
V-VII-VI:
 
Mondnein  - 
 
Triptychon 
 
IX
IX Tischtuchtisch
 
X
X Das kalte Gold
 
XI
 XI Grüß dich, Vincent
 
XII
XII Wickel mir den
Hochzeitsturban
 
c
 
 
d
 
 
e
 
 
f
 
 
g
 
h
 
XIII Erdfisch
 
XIV Nabel der Erde
 
XV Ins Blaue
 
XVI Wasserschrift
 
XVII Muschelgeburten
 
 
 
VIII  Ischkiks Baum (Popul Vuh) 
X  Das kalte Gold: Mahabharata  
XI  Grüß dich, Vincent 
XII  Wickel mir den Hochzeitsturban 
XIII Erdfisch: Gold  
XIV Nabel der Erde: Rundbrief  
XV, XVI   Ins Blaue;  Wasserschrift 
 
 
   
XVIII: Mondnein 2 (90 x 90, Febr.2014)     XIX: Mondnein 3 (90 x 90, März.2014)
 
Kleinere Formate 2013:
 
x (40 x 40, Juli)
 
y (40 x 40, August)
 
f (60 x 60, Sept.)
 
g (60 x 60, Okt.)
h (80 x 60, Nov.)
 
Kleinere Formate 2014:
 
k (80 x 60, Juli)
 
l (60 x 60, August)
 
m (60 x 60, Sept.)
qu (40 x 40)
 
qv (40 x 40)
 
n (30 x 30)
 
 
o (30 x 30)
 
 
 
p (40 x 40)
 
r (40 x 40)
 
.......
Hans Zimmermann (Mai, April 2013)
 
I  Thetis
 
Du offne Frucht, du Pfirsich-Schoß  
Aufs Lager bäuchlings hingestreckt  
Du nymphensüße Meeresbraut  
Der Schaumgebornen Reiz - hast du  
Dich in den goldnen Apfel, den  
Die Zwietracht in die Runde warf  
Hineingeschmiegt? Nein, sag: wo steckst  
Du nur? - verführerisch versteckt? 
 
.........
a                                                                              b
 
II  Mein Herzblatt
 
Mag Binsenhaar 
Zur Feder-Schar 
Gekämmt sich spreiten 
Weit in die Breiten 
  
So ist's doch Haut 
Und Fleisch, gebaut 
Um die innerste Höhle 
Das Nest meiner Seele 
Darin ein schlimmer 
Lustschmerz wohnt: 
Der Wurm, der nimmer 
Mich verschont 
  
Der unverzagt 
Mein Herzblatt nagt 
Mir süße Lügen 
Heimlich sagt 
 
III  Auf der Wiese
 
Kugeln spielen Früchte  
Früchte spielen Blüten  
Blüten spielen Knospen  
Knospen spielen Kugeln 
Kugeln spielen Sonnen  
Sonnen spielen Erden  
Erden spielen Himmel  
Himmel spielen Kugeln 
 
 
IV  Hochschwung
 
Hochaufgebäumt mit Rucksackbausch  
Hoch schweift die hochgeschwungne, die  
Hochschwangre, hoch mit Flügelarm  
  
Und ist ihr eigner Embryo,  
Die Nabelschnur geknotet hoch  
Der Kopf linksüber klug und schwer 
Sie brüstet sich in Himmelslust  
Blüht erst aus Blumennebeln auf  
Aurora, Morgenrot-Orange -  
  
Sie, Heos, Rosenfinger-Braut,  
Zerbricht, zerfaltet, splittert blau  
Zur Schattenzeichnung tageskühl 
 
 
V-VII-VI  Mondnein-Triptychon
 
VII....VI
 
V Mondnein (links)
zu einer größeren Version
 
 
VII Ammonit (Mitte des Triptychons)
zu einer größeren Version
 
"Schlaf gut!" will ich zur Nacht Dir sagen, aber wie?
Denn sieh: Verloren bin ich, finde mich nicht mehr!
Nachdem ich heute Dir ein neues Bild gemalt,
Versenkte ich mich tief in die Spiralgestalt,
Den Ammoniten, den ich da gewunden hab,
Und war gebannt und kam dann nicht mehr weg vom Bild
 
Es sog in seinen Schneckengang mich mit Gewalt
Hinein, ich kam nicht mehr hinaus. Da steck ich nun
Und vor dem Bild sitzt nur mein Körper staunend stumm
Und starrt mit großen Augen mich im Bild selbst an
Der Arme! Ich dagegen schwimm durchs Farbenmeer
Ultramarin - durch Seligkeit in Sofjas Schlaf  
  
  
Nun hab ich mich entwunden Deinen Armen 
Und Deinem Haar- und Kuß- und Traumgeflecht;
Bin aus dem Schlaf, bin aus dem Bild geschlüpft,
Koch uns nun Kaffee und ein Ei. Ists recht? 
 
 
 
VI Mandala (rechts)
zu einer größeren Version
 
    Schenk mir 
    Sie: 
Schenk mir Deine Lieder, Deine Farben, Deine Klänge 
Schenk mir Deine Töne, Deine Freundschaft, Deine Briefe 
Gib mir Deine Weite, hilf mir raus aus dieser Enge 
Gib mir Deine Hand, wirf mich empor in Himmelstiefen! 
  
Zeig mir auch der Sterngewölke schimmernde Spiralen 
Zeig mir auch die Nacht, in der die Welten sich verlieren 
Öffne mir den gläsernen Kristall der Sphärenschalen 
Öffne Du Dich mir, laß uns die Sonnenfeuer schüren! 
  
    Er: 
Schließ Dich rings um mich, laß uns die Sonnensäfte klären 
Schließ Dich rings um mich, Du Glaskristall der Sphärenschalen 
Birg mich in der Nacht, aus der die Welten sich gebären 
Birg mich in der Sonnenblumenmitte der Spiralen! 
  
Nimm Du meine Hand, zieh mich hinein in Himmelstiefen 
Nimm mich mit Dir mit, nimm wieder mich und immer wieder 
Schenk ich mich in Tönen, schenk in Freundschaft mich, in Briefen 
Schenk ich mich in Klängen, Melodien, Farben, Liedern 
 
 
VIII Ischkiks Baum (Popol Wuch)
 
Jeder sieht was andres hier in diesem Bild: 
Augen gläsern-rund aus Krokodil-Relief 
Dessen Haut in hundert Zellen ausgeprägt 
Perlmuttschimmernd, perlengleich, juwelenreich 
  
Federschlangenvogel, der Aztekengott 
Schaut dich seitlich an, auch sonst ein Götzentier 
Oder siehst du Landschaftsflächen grün verquirlt 
In der Krone des smaragdnen Weltenbaums? 
Rund die Früchte der Planeten, Sonnen, Mond 
Augen gläsern-rund schaun dich die Früchte an 
So stand Ischkik unterm Baum im Popol Wuch 
Alter Maya-Mythos: Ja, sie stand und sprach 
  
Mit den Kugelfrüchten, eine sprach sie an 
Und die war der Schädel eines Mannes, - der 
Spuckte auf die Hand der Jungfrau. Die gebar 
Nach neun Monden Zwillinge, ein Götterpaar. 
 
 
IX Tischtuchtisch
 
 
X Das kalte Gold
 
    Mahabharata
  
's ist Krieg, der mich und meine Welt zerreißt 
In Mich und Nichtmich, Dasein und Vernichtung 
Doch war ich stets beeindruckt von der Dichtung 
Die von dem großen Krieg erzählt: Es heißt 
  
Daß, als die Sonne unterging, kein Ende 
Des Kampfes war. Sie droschen ohne Pausen 
Noch aufeinander ein, es wuchs das Grausen 
Es schwoll der Strom von Blut, und keine Wende 
  
Verlieh den Sieg den Bösen oder Guten 
Und von der Nacht, durchblitzt von den Geschossen 
Bis hin zum kalten Graun, bald übergossen 
Vom Himmelswiderschein der Schmerzensgluten 
Erschlugen sie einander, fraß das Töten 
Sich fort und schien noch wilder fortzutoben 
Im Wolkenkupferglanz, der schon von oben 
Zwiefarben sich verbiß mit Morgenröten 
   
Da aber, sieh!, als kaum der erste Strahl 
Der Sonne in die Krähenschwärme schoß 
Da sprangen sie von Elefant und Roß 
Sie alle stürzten nieder auf einmal 
  
Zu Boden all gen Osten hingestreckt 
Still ins Gebet versenkt, gewiß um Sieg 
Den eignen Sieg gewiß, doch schwieg der Krieg 
Für kurze Zeit, kaum daß der Tag geweckt 
  
So überkommt auch mich, wenn ich Dich grüße 
Ein Frieden voll von Dankbarkeit. Es schweigen 
Die Schmerzen, wie verwandelt, und da steigen 
Aus meinen Seufzern Verse bittrer Süße 
 
 
XI Grüß dich, Vincent
 
Grüß dich, Vincent, grüß die gelben 
Felder, Sonnen, Korn und Sand 
Grüß die Lichterwirbel-Blüten 
Grüß Dich: An der Pinselrhythmik 
Hab ich, Vincent, dich erkannt 
 
 
XII Wickel mir den Hochzeitsturban
 
    Beim Anprobieren 
Ich hab Dir heut, wie Du gewünscht, 
Ein Kaftanhemd gekauft - nein drei 
Die Du im Sommer über Jeans 
Kannst tragen, locker, luftig, frei 
  
  
Alarm! ich schnapp nach Luft, nach Luft! 
Ich krieg den Ärmel nicht gefaßt 
Der Kopf sprengt schon die Taille, die 
Mir kaum noch übers Näschen paßt ...  
 
 
..........
c                                                                                        d
 
 
 Feire Fiz (Mondnein), bei der Überarbeitung von Bild d
 
XIII Erdfisch
 
Gold ist die Farbe bewältigter Trauer  
Schwere voll Glanz wie ein sprühfeiner Regen  

Erdige Bräune die rostige Mauer  
Biegt sich und wölbt sich und füllt sich mit Feuer  
Bringt ihre Tiefe durch seidige Schleier  
Wogend der spiegelnden Brandung entgegen  

Auge durchschau deine raumlosen Schauer:  
Wie sie sich immer mit dir mitbewegen 

 
 
XIV Nabel der Erde
 
    Rundbrief 
Heilsames Gestalten an heilsamen Gestalten. 
Der Malprozeß ist aktive, findend-mitvollführte Lebensschrift: 
polyphone, kontrapunktische und harmonisierende Ausarbeitung 
der verborgenen Strukturen, Wachstümer, Verkapselungen, Aufbrüche. 
Die Bilder sind abstrakt, lassen die Deutung offen, 
so daß sich Gesichter andeuten, Landschaften sich ausbreiten, 
überall Pflanzliches aufblättert, Pelziges hindurchschlüpft, 
Planeten durch schlammige Gewölke perlen, 
Juwelenaugen aus stumpfem Gestein hervorblicken, 
Zellen reich aufschäumen und karge Kerne umkammern, 
Galaxien durch Meeresbuchten strudeln, 
Gesträuch in Kapillarenfeinheit verrauscht. 
 
 
XV Ins Blaue
 
 
Wie schmerzlich zieht der süße Gambensog 
Der Sterne mich hinaus - ich möchte springen 
Empor ins Blaue, breiten meine Schwingen 
Und schweben hoch wie noch kein Vogel flog 
Wo alles endet, alles fließt in eins 
Die Echoseufzer stranden in der Stille 
Die allen Klang durchbrandet - satte Fülle 
Zu sein ist: nichts zu sein - voll reinen Seins 
 
 
XVI Wasserschrift
 
e
 
 
Feire Fiz (Mondnein), auf dem Klavier Bild IV (Hochschwung)
 
*)
vgl.: größere Aquarelle der achtziger Jahre * 84 einzelne Aquarelle (1988-1991)
das ältere 86-Aquarelle-Buch (1992-1993) * das große Aquarelle-Buch (1999-2005) * Kalender (2011/12/13)
 
Feire Fiz (Mondnein), frühe Würfe:
Zehn Blätter der "Bienenwaben"-Reihe, Wasserfarben (Deckfarben), 1969-1970
25 organisch-abstrakte Bleistiftzeichnungen, 1970-1974
32 Tinte- und Tusche-Zeichnungen, 1972-1974
Das "Schwarze Heft" (Filzstiftzeichnungen), 1973
Neun Ölpastell-Bilder der "wilden" Reihe, 1973
*
alle Kunstseiten (aufgelistet)  *  lapsit exillis - die "esoterischen" Seiten * Runge: Der Morgen * Novalis: Hymne / Astralis
William Blake: Songs of Innocence and of Experience : The book of Thel : The books of Urizen / of Ahania / of Los
Märchen vom Machandelboom  *  Lebensbaum  *  Der Vogel Phönix  *  Lyrik: Als wir noch durch Bäume wuchsen
sommerliche Gartenbilder (Wandmalereien) in der Villa der Augustus-Gattin Livia
 
 
Antoni Gaudí: Keramikscherben-Mosaiken im  Park Güell (Barcelona)
Isaac Abrams: All things are (part of) one thing
 
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